Aktuelles

Oktober

Unsere Lesemannschaft am 5. Oktober

August

Ausflug zum Laurentiustag

Unser Ausflug führte in das Weinanbaugebiet Rheinhessen.
In Flomborn wurden wir von Ortsbürgermeister Rainer Thomas empfangen.  Ein beeindruckender Rundgang mit ihm, führte uns zu wunderschön gestalteten Plätzen wie der alten Viehwage mit der „Flomborner Wutz“ , oder zu dem 2014 gebauten kleinen Backhaus .
Danach ging es zu Fuß in den Nachbarort Hangen-Weisheim und setzten im Weingut Klieber die am Backhaus  in Flomborn begonnene Weinprobe mit exzellente Weine aus dem Wonnegau fort.
Bei gutem Wein und gutem Essen verging dann die Zeit bis zur Abreise gegen 22 Uhr wie im Flug.

 

 

Juli

Spende an Emil Sonnenschein e.V.

Das Versprechen, einen eventuellen Überschuss aus der Veranstaltung „Weinkultur“ einem guten Zweck zukommen zu lassen, wurde eingelöst.

So durfte sich die Organisation Emil Sonnenschein e.V. über einen Betrag von 300 Euro freuen.

Emil Sonnenschein e.V. hat sich zum Ziel gesetzt Kindern und Jugendlichen mit einer Krebserkrankung ein paar schöne Momente in der harten Zeit der Therapie zu bereiten.

 

 

 

Januar

Veranstaltung Weinkultur

Zum siebten Mal hatte der Weinkonvent St. Laurentius in Damscheid zur Veranstaltung Weinkultur eingeladen, bei der im Gemeindezentrum eine Weinprobe samt kulturellem Rahmenprogramm stattfand.

Die Weine präsentierte in diesem Jahr Wilfried Kunz vom Weingut ‚Am Löwenkopf‘ in Kaub. Für das Rahmenprogramm hatte man das Weinkabarett – Duo ‚Schräglage‘ gewinnen können. Hinter diesem viel versprechenden Namen stehen zwei waschechte Schwäbinnen: Elke Ott, Weindozentin und Weinerlebnisführerin und Gesa Schulze – Kahleiß, eine mit Sprachwitz begabte und über die Region hinaus bekannte Unterhaltungskünstlerin. Gekleidet in schrille Krankenschwesterntracht, nahmen sie schon vor der Veranstaltung Kontakt mit dem Publikum auf. ‚Betreutes Trinken‘ war angesagt. Dem Schreiber dieser Zeilen z.B. fühlten sie den Puls und verabreichten ihm zur Beruhigung mit Blattgold überzogene Globuli. „Wilfried, wie viele Infusionen legscht heut?“ fragten sie schließlich den Winzer. „Sechs“, gab der zur Antwort und legte los mit zwei Spätburgundern, und zwar mit einem trockenen 2017 er Kauber Rauscheberg und einer Spätlese vom Lorcher Schloßberg, welche mit ihren Kirscharomen begeisterten und mit ihrem vollmundigen Geschmack lange auf Zunge und Gaumen nachwirkten. Das sei dem Boden zu verdanken, erklärte Wilfried Kunz. Der Schiefer bilde die Grundlage für die Aromen und der darin eingemischte Löß bewirke die Nachhaltigkeit. Im weiteren Verlauf der Probe kam ein trockener Weißburgunder zur Verkostung, der leicht nussig schmeckte, einen feinen Duft verströmte und zum Renner des Abends wurde. Kunz stellte nicht nur die Weine fachkundig vor, sondern glänzte auch mit Detailkenntnissen zur Geschichte des Weinbaus und zur Kauber Stadtgeschichte. Natürlich durfte auch der Riesling nicht fehlen. Davon hatte der Winzer gleich drei gute Tropfen im Gepäck, darunter eine Spätlese 2017 er Kauber Rauschelay mit dem Beinamen ‚Nepos‘, der seinen Enkeln gewidmet ist (lateinisch nepos = Enkel). Die beiden Damen Elke und Gesa boten eine ideale Ergänzung zum kulinarischen Weingenuss. Gleich zu Beginn thematisierten sie ihren schwäbischen Dialekt. Er klinge zwar niedlich und liebenswürdig, man könne aber gerade deswegen mit ihm schlimme Sachen geschickt verpacken. Ihre Befürchtung, die Hunsrücker könnten sie nicht verstehen, erwies sich als unbegründet. Niemand hob die Hand, um zu signalisieren, dass er eine Simultanübersetzung brauche. Mit munterem Zwiegespräch eroberten die Schwäbinnen die Herzen ihrer Zuhörer und rissen sie mit witzigen Wortspielereien zu Beifallsstürmen hin. So erzählte Elke, gestern habe ihr Papa sie zum ersten Mal untern Tisch getrunken. Das sei dann wohl eine Erzeugerabfüllung gewesen. Oder: Wenn man zur Toilette gehe, sei das dann eine Getränkerückgabe?. Und: Sie seien ‚Vinoganer‘. Sie würden niemals etwas essen, woraus man einen so guten Wein machen könne. Zwischenzeitlich wechselten die Künstlerinnen ihr Outfit und erschienen in einem Kleid mit Weinglasmuster. Besonders lustig ging’s zu, wenn sie sich Männer aus dem Publikum vornahmen. So verglich Geza einen Wein mit fehlender Haarpracht. Sie strich einem Mann sanft über den Schädel und erklärte: „Das ist ein Blank de noir.“ Dann drückte sie ihm einen Kuss darauf mit den Worten: „Warum soll ein Glatzkopf nicht mal eine Glückssträhne haben?“ Im übrigen seien die Frauen selbst schuld am Haarverlust ihrer Männer, wenn sie an ihnen kein gutes Haar ließen. Auch mit Selbstironie sparten die ‚Schwabenmädle‘ nicht. Auf die Kritik ihrer Kollegin, sie habe Krampfadern, korrigierte Elke, das seien keine Krampfadern, sie habe sich den Neckarverlauf eintätowieren lassen.

Zum krönenden Abschluss des Abends gab es eine 2011 er Riesling Beerenauslese und die Wahl eines Weinkönigs. Bürgermeister Christian Stahl setzte sich im spannenden Wissens – Duell gegen seine Konkurrentin Gesa durch. So konnte er zum Beispiel folgende Frage souverän beantworten: Welche berühmte Rebsorte beginnt mit dem Buchstaben R und hört mit –ling auf: A: Rebling B: Riesling.

Dermaßen in Stimmung gebracht, unterzogen sich die Teilnehmer des Kurses ‚Betreutes Trinken‘ anschließend einem unbetreuten, indem sie noch zahlreiche Flaschen leerten. Immerhin diente es einem guten Zweck: Der Erlös des Abends fließt in eine soziale Stiftung.

Klaus Fröhlich