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Mozart-/Haydn-Konzert 18.11.2018

Kirchenchor Damscheid setzt mit Werken von
Haydn und Mozart musikalischen Höhepunkt

Gemeinsames Konzert mit Singkreis Waldesch in der Pfarrkirche beeindruckte

Mit einem beeindruckenden Konzert führte der Kirchenchor „Cäcilia“ Damscheid gemeinsam mit dem Singkreis Waldesch Werke von Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart auf und setzte damit erneut ein musikalisches Highlight mit seinen Auftritten. Im Zusammenspiel mit mehreren Solisten sowie dem Rhein-Wied-Ensemble erlebten die Besucher in der Damscheider Pfarrkirche ein  hochkarätiges Konzert, das  unter der Leitung von Chorleiter Christian Rivinius stand.

Fast tänzerisch stimmten die Streicher des Rhein-Wied-Ensembles unter der Leitung von Ines Giegold mit der Kirchensonate F-Dur (KV 244) von Mozart in den Abend ein. Dem folgte Haydns „Konzert für Orgel & Orchester F-Dur“ (Hob. XVIII 7) mit Christian Rivinius an der Continuo-Orgel.  Streicher und Orgel traten hier in einen munteren Dialog mit fein austarierten Passagen von Soloinstrument und begleitendem Orchester ein.

Für das sich anschließende „Ave Verum“ von Mozart nahmen die zwei Chöre, die beide von Christian Rivinius geleitet werden, erstmals im Altarraum Aufstellung und beeindruckten allein durch die über 60 Sängerinnen und Sänger. Mit viel Hingabe musizierten sie diese Mottete von Mozart gemeinsam mit den Streichern und Hanno Scherhag an der Orgel gefühlvoll aus. Beim „Sancta Maria, Mater Dei“ zeigten die Solisten Birgit Girod (Sopran), Franziska Schacht (Alt), Werner Höss (Tenor) und Christian Palberg (Bass) ihr Können. Zum „Laudate Dominum“ bewiesen die beiden Chöre erneut große Präsenz  und Klangfarbe in ihrer Darbietung.

Auf eine meditativ-musikalische Instrumentalreise nahm Gregor Hansch mit der Klarinette die Besucher beim „Quintett für Klarinette und Streichquartett“ von Mozart mit. Gemeinsam mit den Streichern verlieh er einem der bedeutendsten Kammermusikwerke des Komponisten große Ausdrucksstärke und Spielfreude. Die Freude am Musizieren wurde vom Chor in der anschließenden  „Missa brevis in G“ (KV 140), einer lebendig instrumentierten Komposition von Mozart, aufgegriffen.

Diese am Schluss des Konzertes zu Gehör gebrachte Messe stand zugleich im Zentrum der Aufführung. Bei der Interpretation des Werkes bewies der Chor bei den verschiedenen Teilen mit Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei viel Einfühlungsvermögen und gestalterische Variabilität. Im Zusammenspiel mit den Solisten zeigten die Sängerinnen und Sänger auch, mit welcher Kraft und spirituellen Tiefe diese Art von Musik die Zuhörer anzurühren vermag.

Die zahlreichen Besucher belohnten die eineinhalb Stunden begeisternder Chor- und Instrumentalmusik mit stehendem Applaus.  Nach der Zugabe, bei dem Chor und Musiker noch einmal mit dem „Kyrie“ der Mozart-Messe das Kirchenschiff klanggewaltig füllten, gab es von Chorleiter Christian Rivinius eine sehr sympathische Geste. Er übergab den Dirigentenstab für eine weitere Zugabe an den ehemaligen Chorleiter des Damscheider Chors  Joachim Aßmann, der unter den Besuchern saß. Zunächst überrascht, stimmte er mit Chor und Orchester noch einmal das „Ave Verum“ an.

Mittlerweile schon Tradition fand das Konzert für Musiker und Gäste im Gemeindezentrum „St. Johann“ bei einem Umtrunk einen schönen Abschluss.

 

 

 

Chorfahrt Überlingen (Bodensee) 31.08.-02.09.2018

Gemeinsame Fahrt der Kirchenchöre „Cäcilia“ Damscheid und Herz Jesu Koblenz an den Bodensee
Chöre gestalteten musikalisch das Hochamt im St.-Nikolaus-Münster, Überlingen
Reisebericht von Anne Reif, Koblenz:
Wie bereits vor zwei Jahren nach Rom begaben sich in diesem Jahr die beiden Kirchenchöre Herz Jesu Koblenz und Cäcilia Damscheid gemeinsam mit ihren Chorleitern Joachim Aßmann und Christian Rivinius auf eine musikalische Chorfahrt.
Wir starteten bereits um sechs Uhr in der Frühe . Der Grund für unsere zeitige Abfahrt waren die geplanten Besuche der Klosterbibliothek Schussenried und der Basilika Weingarten. Beide Besichtigungsorte liegen an der oberschwäbischen Barockstraße, deren landschaftlicher Reiz durch den beständigen Regen leider etwas getrübt wurde.
In Bad Schussenried konnten wir uns davon überzeugen welche große BedeutungenKlosterbibliotheken zur damaligen Zeit innehatten. Sie waren Zentren des Geistes und der Wissenschaft. Genau so bedeutungsvoll stellte sich uns der festliche Bibliothekssaal
im Kloster Schussenried dar.
Geschaffen wurde dieses Juwel des Rokoko von dem Maler Georg Hermann und dem Bildhauer Fidelis Sporer. Ein großes Deckenfresko zeigt die Verehrung der göttlichen Weisheit, die der irdischen Weisheit übergeordnet ist. Leider stehen die Bücherschränke der Bibliothek leer. Die Bücher sind vor mehr als 200 Jahren, bei Auflösung des Klosterseiner Adelsfamilie zugefallen.
Unser nächster Halt galt der Basilika und Klosteranlage Weingarten. Leider hatten wir unterwegs einiges an „Verspätung“ eingesammelt, so dass die Führung in der Basilika kürzer als geplant ausfiel. Ungeachtet dessen wurde uns auf kurzweilige Art vieles
erzählt. Die romanische Vorgängerkirche der Klosteranlage wurde ab 1715 durch einen barocken Neubau ersetzt. Mit einer Kuppelhöhe von 67 Metern und einer Länge von 102 Metern ist die Basilika Weingarten das größte barocke Kirchenbauwerk in Deutschland und nördlich der Alpen. Anlässlich der 900-Jahrfeier zur Gründung der Benediktinerabtei wurde die Kirche 1956 von Papst Pius XII zur „Basilica minor“ erhoben. Die in der Kirche aufbewahrte Heilig-Blut-Reliquie ist Gegenstand religiöser Verehrung
und steht im Mittelpunkt einer der größten Reiterprozessionen Europas, des jährlich stattfindenden Blutrittes.
Nach so viel geistiger Erbauung erreichten wir am Abend müde und matt unser Hotel in Singen. Allerdings sollte niemand ein gutes Abendessen und erste „geistige“ Getränke unterschätzen. Unsere Lebensgeister waren schnell wieder geweckt.
Am nächsten Morgen nahmen wir unser eigentliches Ziel in Angriff – Überlingen!
Mittels kompetenter Stadtführung bekamen wir viel Wissenswertes vermittelt. Überlingen wurde erstmals um 770 in einer Schenkungsurkunde an das Kloster St. Gallen erwähnt. Um 1180 wurden dem Ort das Marktrecht und wenig später das Stadtrecht verliehen. Bis ins 19.Jahrhunder besaß Überlingen den größten Kornmarkt am Bodensee.
Zur Überlinger „Marktzeit“ gab es das erste musikalische „Highlight“ unserer Chorreise. Joachim Aßmann spielte im Überlinger Münster an der „Nikolausorgel“ ein Orgelkonzert mit Werken von Johann Sebastian Bach, Hans André Stamm und Louis Vierne. Umgeben von der eindrucksvollen Kulisse der gut besuchten fünfschiffigen Basilika, war dies ein berührendes Erlebnis.
Der Mensch besitzt bekanntlich mehrere Sinne. Deshalb war nach dem „Hören“ nun wieder das „Sehen“ gefordert.
Mit dem Schiff ging es hinaus auf den Bodensee. Vorbei an den steinzeitlichen Pfahlbauten von Unteruhldingen steuerten wir die Blumeninsel Mainau an. Hier konnten wir eine Vielzahl an Eindrücken erleben: die wunderbare Parkanlage, die Farbenpracht der Dahlien, die Schlossanlage, das Schmetterlingshaus…und…und…und!
Aber ein jeder Tag hat ein Ende, und dieser schöne Tag endete am Abend in großer fröhlicher Runde an der Hotelbar.
Der letzte Tag am Bodensee bedeutete für uns Kirchenchöre „Arbeit“, aber eine auf die wir uns freuten. Wir durften im Überlinger Münster den sonntäglichen Gottesdienst mitgestalten. Aufgeführt wurden die „Kleine Orgelsolomesse“ von Joseph Haydn und das „Laudate Dominum“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Die Leitung hatte Christian Rivinius und Joachim Aßmann begleitete an der Orgel. Als Solistin durften wir die Sopranistin Ina Weißbach aus Friedrichshafen begrüßen.
Nach einem stärkenden Mittagessen hieß es Abschied nehmen und die Heimfahrt wurde angetreten. Wir erlebten eine schöne harmonische Chorreise.
Es wird gewiss nicht die Letzte gewesen sein!

 

 

 

Evensong 27. Mai 2018

„Evensong“ in Damscheid begeisterte
mit geistlich berührender Musik
Kirchenchor „Cäcilia“ gestaltete besondere Form des Abendgebetes

Mit Musik, die die Seele berührt und erbauliche, spirituelle Kräfte weckt, gestaltete der Kirchenchor „Cäcilia“ Damscheid seinen „Evensong“ in der Pfarrkirche „ St. Johannes der Täufer“. Die Sängerinnen und Sänger begeisterten mit dieser besonderen Form des Abendgebetes bereits zum zweiten Mal. Unter der Leitung von Christian Rivinius erlebten die Konzert-Besucher feinsten Chorklang, verwoben mit besinnlich, ergreifenden Instrumentalstücken.

Zum Auftakt spielten Christian Rivinius an der Orgel und Thomas Maur an der Trompete mit dem Stück „Professional Fanfare“ von Noel Rawsthorne eindrucksvoll auf. Nach der Begrüßung durch Pastor Manfred Weber nahm der Chor im Altarraum Aufstellung. Mit „Lead me, Lord“ (Führe mich, Herr), „In der Mitte der Nacht“ und „Er befiehlt seinen Engeln“ durften sich die Zuhörer – musikalisch wie inhaltlich – in eine geistliche Meditation hineinnehmen lassen.

Im Zentrum des Programms standen die beiden Ave-verum-Vertonungen von W.A. Mozart und E.  Elgar. Sie wiesen als zentrale Gesänge auf das bevorstehende Fronleichnamsfest hin, in deren Mitte das Lob Gottes („Herr, deine Güte reicht so weit“) stand. Wie Balsam für die Seele fühlte sich das „Te lucis ante terminum“ (Bevor des Tages Licht vergeht) von Thomas Gabriel an. In diesem wie auch in anderen Stücken zeigte sich zugleich das gelungene Zusammenspiel zwischen dem Chor und der Instrumentalbegleitung mit Klavier (Christian Rivinius) und Trompete.

Im Hinblick auf den inhaltlichen Aufbau des Evensongs spannten drei Textlesungen sowie drei Instrumentalstücke mit Orgel und Trompete aus der „Missa brevis“ von Jacob de Haan den Bogen über die Feste Himmelfahrt, Pfingsten und Dreifaltigkeit. Darin kam zugleich der liturgische Anspruch der Aufführung zum Ausdruck.

Musikalisch umfasste der „Evensong“ fast 400 Jahre Musik: Werke des Barock, der Klassik und der Romantik und insbesondere Chor- und Instrumentalmusik der Moderne standen im Vordergrund. Zur Aufführung kam klassische Chormusik ebenso wie das Neue Geistliche Lied. Ein musikalisch wohl gewähltes Repertoire zum Innehalten und stillen Genießen.

Pastor Weber dankte dem Chor für diesen „sehr besinnlichen und meditativen Evensong“, der die Zuhörer berührt und bereichert habe. Mit einem Segensgebet und „Bleib bei uns, Herr“ beschloss der Chor sein Programm, für das er stehenden Applaus erntete. Dank und Freude spiegelten sich noch einmal in den zwei Zugaben „Lobet den Herrn vom Himmel her“ und „Ade zur guten Nacht“ wider.  „Sich mit dieser schönen Musik in den Abend hinein tragen zu lassen, war einfach wunderbar“, brachte es eine Zuhörerin beim anschließenden Umtrunk im Gemeindezentrum auf den Punkt.

 

 

 

Evensong 19. November 2017

Leuchtender Chorgesang ließ Besucher spirituelle Tiefen erleben
Kirchenchor „Cäcilia“ Damscheid begeisterte unter neuer Leitung mit „Evensong“

Besinnlich, berührend, beeindruckend: Mit leuchtendem Chorklang machte der Kirchenchor „Cäcilia“ Damscheid seinen „Evensong“ zu einem besonderen Konzerterlebnis in der Damscheider Pfarrkirche. Die Sängerinnen und Sänger erfüllten den Kirchenraum mit moderner geistlicher Chor- und Instrumentalmusik und ließen die Besucher spirituelle Tiefen erleben.

Es war zugleich die erste Aufführung des Kirchenchors Damscheid unter der Leitung seines neuen Dirigenten Christian Rivinius. Gemeinsam mit Gregor Hansch (Klarinette) stimmte er an der Orgel mit dem „Sicilienne“ von Maria Th. von Paradis in das musikalisch dargebrachte Abendgebet ein, zu dem Pfarrer Thomas Poppe von der Pfarreiengemeinschaft die Besucher herzlich begrüßte.

Der erste Teil des Konzerts war vor allem den zeitgenössischen englischen Komponisten Christopher Tambling und Robert W. Jones gewidmet mit Liedsätzen wie „Laudate Dominum“ , „Groß und wunderbar“ oder dem „Abendlied“. Mit klanglicher Strahlkraft und Freude unterstrich der Chor den festlichen Charakter dieser Stücke. Bei Reiner Schuhenns „Er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen“ durften die Besucher erleben, wie sehr ein gesungener Psalm die Gefühle zu erreichen vermag.

Von gefühlvollem, fast träumerischem Chorklang  – zum Beispiel beim „Listen‘“ oder „Lead me, Lord“ –  bis hin zu mitreißenden Gospelrhythmen beim „Jesus Christ, you are my life“ wusste der Chor seine musikalische Ausdruckskraft immer wieder zu variieren. Dabei war das Repertoire vor allem dem Gedanken gewidmet: Am Ende des Tages zur Ruhe zu kommen, dem Herrn Lob singen, der Seele Flügel verleihen, wie es im Schlusslied „Give Me Wings“ so wunderbar eindringlich besungen wurde.

Dieses spirituelle Erlebnis wurde auch durch die solistischen Instrumental-Darbietungen von Gregor Hansch an der Klarinette und Chorleiter Christian Rivinius an der Orgel und am Klavier auf wohlklingende und wohltuende Weise untermalt. Meditative  Impulse lieferten ebenso die von Sabine Fröhlich-Kunz und Ulrike Nußbaum-Vogel vorgetragenen Textlesungen.

Für sein musikalisch tief inspirierendes Programm erntete der im Altarraum aufgestellte Chor von den zahlreichen Besuchern des „Evensongs“ nach seinem gut eineinhalb stündigen Auftritt lang anhaltenden und stürmischen Applaus. So inspiriert ließen die Chormitglieder und viele der Besucher den Abend bei einem Umtrunk im Gemeindezentrum „St. Johann“ ausklingen.

 

 

 

Verabschiedung Joachim Aßmann

Joachim Aßmann hat für die Kirchenmusik in Damscheid Großes geleistet
Chorleiter gibt nach 18 Jahren Kirchenchor „Cäcilia“ ab – Würdige Verabschiedung im Rahmen des Hochamtes durch Pastor Weber

Damscheid. Er hat der Kirchenmusik in Damscheid seine ganz besondere Note verliehen und viele große kirchenmusikalische Werke in der Pfarrgemeinde zum Klingen gebracht: Nach 18 Jahren gab Dekanatskantor Joachim Aßmann nun die Chorleitung des Kirchenchores „Cäcilia“ Damscheid und auch die Leitung des Kinder- und Jugendchores Wiebelsheim zum Jahresende hin ab. Seine Verabschiedung erfolgte im Rahmen des weihnachtlichen Festhochamtes in Damscheid, wo der Kirchenchor noch einmal unter seinem Dirigat zeigte, zu welch hohem Niveau er die Sängerinnen und Sänger über die Jahre geführt hat.

Zum Abschluss durften sich die Gottesdienstbesucher über eine besondere musikalische Darbietung freuen: Mit Chören aus dem Oratorium „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel gestaltete der Chor das Festhochamt in der Damscheider Pfarrkirche „St. Johannes der Täufer“ feierlich mit. Begleitet wurden die Sängerinnen und Sänger von der Sopranistin Lisa-Marie Knopp (Lahnstein) und Streichern und Bläsern des Kammerorchesters Camerata Coblenz. Die Orgel spielte Johannes Lamprecht (Mülheim-Kärlich).

Gegen Ende des Gottesdienstes bat Pastor Manfred Weber Chorleiter Aßmann zu sich nach vorne und verabschiedete ihn mit sehr persönlichen Worten. „Sie haben sich sehr um die Kirchenmusik verdient gemacht. Wir brauchen die Kunst und die Kirchenmusik, denn sie ist ein Dienst am Lob Gottes und zum Lob Gottes. Sie haben Kirchenmusik immer als Verkündigung des Wortes Gottes verstanden und dabei darauf Wert gelegt, nicht sich selbst darzustellen“, würdigte Pastor Weber das Wirken des scheidenden Chorleiters unter dem anerkennenden Beifall der Gottesdienstbesucher.

Joachim Aßmann hatte 1998 die Leitung des Chores übernommen. Als gebürtigem Damscheider lag dem studierten Kirchenmusiker die Gemeinde Damscheid stets besonders am Herzen, so dass er den Kirchenchor Damscheid und auch den Kinder- und Jugendchor Wiebelsheim über all die Jahre neben seiner hauptamtlichen Tätigkeit als Dekanatskantor des Dekanats Koblenz führte. Unter seiner Leitung brachte der Damscheider Chor alle zwei Jahre große Konzerte zur Aufführung. Dazu gehörten u.a. ein großes Jubiläumskonzert zur 750 Jahrfeier der Gemeinde Damscheid, ein „Mozart-Konzert“, die „Paukenmesse“ von Joseph Haydn, das Oratorium „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel oder wie zuletzt das große Neujahrskonzert 2016 mit Werken bekannter Romantiker wie Felix Mendelssohn Bartholdy, Camille Saint Saëns oder César Franck.

Aber auch für die musikalische Mitgestaltung der Messfeiern an Weihnachten, Ostern, Kirmes, Kommunionen und Firmungen bewies Aßmann ein stets besonderes Gespür. Eine enge Kooperation mit dem Herz Jesu Chor Koblenz, den der Dekanatskantor ebenfalls seit vielen Jahren leitet, führte die Damscheider Chorsänger auch über die Ortsgemeinde hinaus zu großen Auftritten im Rahmen von Konzerten und festlichen Gottesdiensten im Trierer und Aachener Dom, in der Kathedrale zu Brügge oder wie zuletzt im Herbst in der deutschen Nationalkirche „Santa Maria Dell‘ Anima“ in Rom.

„Wir bedauern es als Chor sehr, dass Joachim Aßmann die Leitung des Chores abgibt, aber sind ihm für seine Arbeit, die er über so viele Jahre geleistet hat, dankbar. Unter seinem Dirigat hat der Chor eine sehr gute Entwicklung genommen und genießt über die Ortsgrenzen hinaus große Anerkennung“, lobt der Vorsitzende des Kirchenchors „Cäcilia“ Damscheid Gerd Becker das besondere Engagement des 53-Jährigen. Das hohe Niveau des Damcheider Chores sei letztendlich mit ein Grund gewesen, dass sich übergangslos ein neuer Chorleiter gefunden habe, der den Chor ab Ende Januar leitet.

Joachim Aßmann wird sich künftig ganz auf seine Arbeit als Dekanatskantor und seine Tätigkeit an der Koblenzer Herz Jesu Kirche konzentrieren.

 

 

 

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Chor- u. Pilgerfahrt Rom 09. - 14. Oktober 2016

Pilgerfahrt führte Kirchenchor Damscheid im Heiligen Jahr nach Rom

Kaum eine Stadt vermag die Besucher so in ihren Bann zu ziehen wie Rom. Dies durfte auch der Kirchenchor „Cäcilia“ Damscheid erleben, der mit dem befreundeten Kirchenchor „Herz Jesu“ Koblenz und dem gemeinsamen Chorleiter Dekanatskantor Joachim Aßmann für knapp eine Woche das Herz dieser an Schätzen so reichen Stadt erkundete. Im Gepäck für ihre Reise im Heiligen Jahr ins Zentrum der katholischen Kirche hatten die Sängerinnen und Sänger aber auch jede Menge Musik.

Und so eröffneten die beiden Chöre bereits ihren Ankunftstag mit einem Paukenschlag: In der Basilika Santa Maria dell‘ Anima, der deutschen katholischen Nationalkirche, gestalteten die Sängerinnen und Sänger mit der „Messe zu Ehren des Hl. Franz von Assisi“ von J.B. Hilber den Gottesdienst feierlich mit. In einem sich direkt daran anschließenden Konzert mit Werken rund um Bach verwob sich feinster Chorgesang mit den Orgelklängen in dieser eindrucksvollen Kirche.

Für die Chorsänger ein großartiges Erlebnis und zugleich ein toller Auftakt, um sich am nächsten Tag auf die Spuren des antiken Roms zu begeben. Imposante Bauwerke wie Kolosseum, Palatin oder Forum Romanum sowie eine nächtliche Rundfahrt durch das illuminierte Rom vermittelten einen Eindruck von der Geschichte und Bedeutung des ehemaligen römischen Reichs. Ganz im Zeichen des Vatikans stand der dritte Tag mit einem Rundgang durch die Vatikanischen Gärten sowie dem Besuch der Vatikanischen Museen, der Sixtinischen Kapelle und dem Petersdom, dem Ziel aller Pilgerreisen.

Sehr eindrucksvoll war für die Gruppe zweifelsohne die Audienz mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz bei strahlend blauem Himmel mit rund 90.000 Pilgern. Unter dem Motto des Heiligen Jahres „Misericordes sicut Pater“ beschäftigte er sich auch in seiner Predigt mit dem Thema der Barmherzigkeit und erteilte den päpstlichen Segen. Einen Ausdruck christlichen Glaubens über die Jahrhunderte vermittelte der Besuch der wichtigsten Kirchen Roms wie z.B. die Santa Maria Maggiore, die Basilica di Santa Croce in Gerusalemme oder die Basilica di San Giovanni in Laterano, die als Mutter aller Kirchen des Erdkreises bezeichnet wird.

In mehreren Kirchen war den Sängerinnen und Sängern ein spontaner Auftritt erlaubt, bei dem sie u.a. das „Ave Verum“ von Mozart zur Freude der Besucher erklingen ließen. Ein Ausflug in die Albaner Berge, wo u.a. die Sommerresidenz des Papstes, Castel Gandolfo, zu sehen war, brachte eine weitere Abwechslung in das mehrtägige Programm. Ihren Ausklang fand die Tour in einem rustikalen Kellerlokal in Frascati bei einem leckeren Abendessen mit Wein und Musik.

Was mit Bach am ersten Tag begann, fand mit Bach am letzten Reisetag einen tief inspirierenden Schlusspunkt: Gemeinsam mit dem Damscheider Pfarrer Günther Vogel feierten die beiden Chöre in der Domitilla Katakombe, der größten unterirdischen Grabanlage Roms, einen Gottesdienst und brachten insbesondere in der Bach-Motette „Das ist meine Freude“ auf den Punkt, was auf dieser Pilgerfahrt so reichlich zu erfahren war.

 

 

 

Neujahrskonzert 10. Januar 2016

Neujahrskonzert des Kirchenchors Damscheid
verzauberte das Publikum mit Romantik pur

Puren Musikgenuss erlebten die Besucher beim großen Neujahrskonzert des Kirchenchors „Cäcilia“ in der voll besetzten Pfarrkirche in Damscheid. Auf dem Programm standen zum Teil wenig bekannte Kostbarkeiten bedeutender Romantiker wie Felix Mendelssohn Bartholdy, César Franck, Fernand de la Tombelle und Camille Saint-Saёns. Der Chor unter der Leitung von Dirigent Joachim Aßmann wusste diese gemeinsam mit einem hervorragenden Solisten-Ensemble und dem Kammerorchester „Camerata Coblenz“ aufs eindrucksvollste zu interpretieren. Ein tief ergriffenes Publikum belohnte die Aufführung am Ende  mit geradezu frenetischem Beifall.

Der Kirchenchor Damscheid, der alle zwei Jahre zu einem besonderen Konzert lädt, präsentierte dieses Mal zum Abschluss der Weihnachtszeit Musik aus der Epoche der Romantik. Mit einem erwartungsvollen Vorspiel von Orchester und Orgel (Hanno Scherhag) eröffnete der Tenor Henrik Mosel das „Kyrie eleison“, Herr erbarme dich, von César Franck (1822-1890), in das der Chor ganz zart und doch sehr präsent einstimmte. Anrührend verzauberte das sich daran anschließende „Ave Maria“ für Solo-Sopran, Chor und Orchester von Fernand de la Tombelle (1854-1928) insbesondere durch eine gelungene Melodieführung mit sehr raffinierten harmonischen Wendungen. Seine große dynamische Bandbreite stellte der Chor beim „Es wird ein Stern aus Jakob aufgeh‘n“ von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) unter Beweis: Die musikalisch zunächst eher lieblich erzählte Ankündigung von der Ankunft des Herrn baute sich zu einem gewaltigen Fortissimo-Sturm auf („..und wird zerschmettern Fürsten und Städte“) um dann gefühlvoll im Choral „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ absolut intonationssicher zu enden.

Fast sphärisch leitete Elke Steltner mit ihrem Harfensolo „Interlude“ aus „A ceremony of carols“ von Benjamin Britten zur Weihnachtsgeschichte über. Im „Oratorio de Noel“ (Weihnachtsoratorium)  von Camille Saint-Saёns zeigte sich das gelungene Zusammenspiel von Sängern, Solisten, Streichern, Harfe und der Orgel auf der Empore. Sie verliehen dem Dialog zwischen den Hirten auf dem Felde und den Engeln des Herrn eine musikalische Versinnbildlichung. Allen voran die hervorragend agierenden Gesangssolisten Anna Herbst (Sopran), Claudia Iland (Mezzosopran), Franziska Schacht (Alt), Henrik Mosel (Tenor) und Christos Pelekanos (Bariton), die mit ausschweifenden effektvollen Melodien, gestützt von Harfen- und Orgelklängen, die Weihnachtsgeschichte brillant kommentierten. Ausdrucksstark und mit großer Klangfarbenpalette überzeugten hier alle  Sängerinnen und Sänger des Chors und Instrumentalisten unter dem Dirigat von Dekanatskantor Joachim Aßmann. Das war Romantik pur.

Nach dem Sopran-Solo „Sei willkomm, du edler Gast“ von Mendelssohn Bartholdy und dem Bariton-Arioso „Das also hat gefallen dir“, fand die Aufführung im Schlusschor „Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron“ seinen abschließenden Höhepunkt, indem Chor und Orchester noch einmal klanggewaltig  („..des freuen sich der Engel Schar und singen uns solch neues Jahr“) das angebrochene neue Jahr begrüßten. „Auch wenn wir es in Damscheid ja schon gewohnt sind, mit musikalisch sehr niveauvollen Aufführungen verwöhnt zu werden, war dies heute wieder etwas ganz Besonderes“, richtete Pastor Manfred Weber sein Lob an alle Ausführenden und Dirigent Joachim Aßmann und sprach damit den vielen Besuchern aus dem Herzen, die ihrer Begeisterung mit großem Beifall und Standing Ovations Ausdruck verliehen. Mit welcher Freude die Aktiven an diesem Abend musizierten, zeigte sie noch einmal in der Zugabe „Angels Carol“ von John Rutter.

Um so viel Musik noch nachklingen und nachwirken zu lassen, lud der Kirchenchor im Anschluss alle Konzertbesucher in das Gemeindezentrum ein. Und mit großer Begeisterung tauschte man sich hier darüber aus, was für einen persönlich das musikalische Highligth des Abends war.

Wir bedanken uns herzlich für die finanzielle Unterstützung bei:

Kreissparkasse Rhein-Hunsrück
Scheer GmbH & Co. KG, Urbar
Ferienhof Hardthöhe, Oberwesel
Silbernagel & Sohn GmbH, Oberwesel
Autohaus Gras GmbH & Co. KG, Boppard – Bad Salzig
Haardesign Simone, Oberwesel
Pflegezentrum Damscheid Ingbert Ochs GmbH
Jäckel – Architekten und Ingenieure, Oberwesel
Paul Stahl, Oberwesel – Dellhofen
Ginnuth & Vogel GmbH, Damscheid
Stefan Waibel Wärmetechnik GmbH, Damscheid
Marien – Apotheke, Oberwesel

 

 

 

Die Sängerinnen und Sänger des Damscheider Kirchenchores und des „Herz-Jesu“-Chors Koblenz hatten viel Spaß und jede Menge ‚Aha‘-Erlebnisse bei der gemeinsamen Fortbildung mit der Gesangspädagogin Melanie Petcu (vorne rechts im Bild).

Chortag "Funktionale Stimmbildung" 15.11.2014

Kirchenchor Damscheid bildete sich professionell in Stimmbildung weiter

Bereits zum zweiten Mal lud der Kirchenchor ‚Cäcilia‘ Damscheid die Diplom-Gesangssolistin und Gesangspädagogin Melanie Petcu nach Damscheid zu einer ganztägigen chorischen Fortbildung ein. Ziel des Unterrichts war es, Einblicke in die optimale Stimmleistung und gesunde Stimmfunktion zu bekommen und diese nach einem Workshop im vorletzten Jahr weiter zu vertiefen. Durch verschiedene Übungen konnten die Sängerinnen und Sänger die Zusammenhänge zwischen Kehlkopf, Körperhaltung und –bewegung sowie Atmung und Stimme unmittelbar selbst erfahren. Die intensive stimmtechnische Arbeit vom Vormittag wurde in der zweiten Hälfte des Tages auf die Gesangsliteratur übertragen. „Oberstes Ziel ist es“, so die charismatische Gesangslehrerin, „Spaß am Singen und musizieren zu erlangen.“ Melanie Petcu arbeitet dabei schwerpunktmäßig nach der Methodik der funktionalen Stimmbildung nach dem bekannten Professor Eugen Rabine. Chorleiter Joachim Aßmann, der die Fortbildung initiierte, zeigte sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden: „Der Chor bekommt durch diese professionelle Anleitung wichtige Impulse, mit der eigenen Stimme bewusster umzugehen und neue Ressourcen zu erschließen.“ An der Fortbildung nahmen auch Sängerinnen und Sänger des „Herz-Jesu“-Chors Koblenz teil, der ebenfalls unter der Leitung von Joachim Aßmann steht.

 

 

 

 

Messias 12.01.2014

Damscheider Kirchenchor glänzte mit einer
beeindruckenden Interpretation des „Messias“

Mit einer tief beeindruckenden Interpretation des „Messias“ von Georg Friedrich Händel startete der Kirchenchor „Cäcilia“ Damscheid mit einem großen Oratorienkonzert in das neue Jahr 2014. Bereits zum vierten Mal lud der Chor zu einem Chor- und Orchesterkonzert in die Pfarrkirche „St. Johannes der Täufer“ nach Damscheid ein. In der mit über 300 Besuchern vollbesetzten Kirche brachten die Sängerinnen und Sänger gemeinsam mit namhaften Gesangs-Solisten und Musikern des  Kammerorchesters „Camerata Coblenz“ u.a. den sogenannten Weihnachtsteil des Händelschen Oratoriums, das zu den bekanntesten Beispielen geistlicher Musik zählt, zu Gehör.

Unter der Leitung von Dekanatskantor Joachim Aßmann verbanden sich der literarische Inhalt des Librettotextes, -es handelt sich hier überwiegend um prophetische Weissagungen des alten Testaments-, mit bewegender Musik, die  im berühmten „Halleluja“ ihren Höhepunkt fand.  Mit dem „Messias“ stellten sich die Sängerinnen und Sänger in diesem Jahr dabei einer besonderen musikalischen Herausforderung. Umso beeindruckender war deshalb das hohe Niveau und die Hingabe, mit welcher die Musizierenden den Arien, Rezitativen und Chören Ausdruck verliehen. Begleitet wurden sie dabei von einem stets präsenten Orchester, das den Kirchenraum mit seinem klaren Klang erfüllte.

„Tröstet, tröstet mein Volk“ – mit diesen Bibelworten setzte Tenor Robert Reichinek  den Auftakt der musikalisch dargebrachten Heilsgeschichte. Quasi als Fazit wurde diese Thematik im ersten Chor „Denn die Herrlichkeit Gottes, des Herrn, wird offenbaret“, aufgegriffen und in weiteren Arien und Chören fortgeführt. Fast wie Balsam legte sich das von Altistin Franziska Schacht und dem Chor innig dargebrachte „O du, die Wonne, verkündet in Zion“ auf die Seele.

Von den Tiefen der Finsternis bis zum großen Licht der Erlösung nahm Bassist Christian Palberg eindringlich und ausdrucksstark die Zuhörer mit. Mit eben solcher Eindringlichkeit kündete der Chor von der bevorstehenden Ankunft  des Heilands, dessen Name  „Wunderbar, Herrlicher, starker Gott und Friedensfürst“ geradezu majestätisch besungen wurde. Eine große musikalische Bandbreite zeigte die Sopranistin Christina Kühne in der rezitativischen Verkündigung des Engels von Christi Geburt, sowie in der nachfolgenden, mit absolut souverän und brillant klarer Stimme  musizierten Arie „Erwach, frohlocke“.

Mit schwebender, sanft wiegender Leichtigkeit und von tiefem Gefühl getragen gaben Franziska Schacht und Christina Kühne dem Duett „Er weidet seine Herde“ größtmöglichen Ausdruck. Mit großer Geschlossenheit und Virtuosität musizierte der Chor, der von befreundeten Sängern des Herz-Jesu-Chores aus Koblenz  unterstützt wurde, die großen Chöre des „Messias“ und beschlossen mit einem fulminant-rhythmisch jubelnden „Halleluja“.

Die Zuhörer erlebten eine Aufführung, die durch das Dirigat von Joachim Aßmann nicht nur durch Stimmgewalt und Dynamik überzeugte, sondern auch durch eine fein nuancierte und von tiefer Spiritualität inspirierte Interpretation nachwirkte.

Die von Monika Kilian an geeigneter Stelle spannungsvoll vorgetragenen Gedichte von Andreas Knapp ergaben ein wunderbares Zusammenspiel von Glaubensverkündigung, Poesie und Musik. Ein begeistertes Publikum quittierte all dies mit stehenden Ovationen am Schluss.