Geschichte

Wir haben

          … eine lange Geschichte

ES WAR EINMAL . . .

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde von der königlichen Regierung in Koblenz eine Verordnung erlassen, nach der die Gemeinden verpflichtet sind, eine Feuerwehr aufzustellen. Aus einem Fragebogen zur Aufstellung einer Statistik über das Feuerlöschwesen in der Rheinprovinz ist ersichtlich, dass in der Gemeinde Damscheid 1842 eine Pflichtfeuerwehr gegründet wurde. Leiter dieser Wehr war der Bürgermeister. Zum Feuerwehrdienst wurden alle Männer im Alter von 18 bis 60 Jahren verpflichtet. Weiterhin war die Bevölkerung von Damscheid angehalten, Wassereimer, Leitern und Einreißhaken in ihren Häusern für einen Brandfall bereitzustellen. Da man mit diesen primitiven Löschmitteln dem Feuer meistens hilflos gegenüber stand, wurde im Jahre 1888 eine Handdrucksaugspritze angeschafft, die heute noch funktionsfähig ist. Von diesem Zeitpunkt an wurden jährlich Spritzenübungen von dem Führer der Wehr vorgenommen. Der erste Brandmeister der 1926 gegründeten Freiwilligen Feuerwehr war Jakob Becker, sein Stellvertreter Wilhelm Kees jr. Die Feuerwehr bestand aus einem Löschzug zu drei Abteilungen. Die Steigerabteilung von zwölf Mann besorgte die Bergung von Menschen, Tieren und Haushaltsgegenständen. Ausgerüstet mit Hakenleitern und Feuerhaken konnte sie von außen in brennende Gebäude eindringen. Die Spritzenabteilung mit 16 Mann hatte die Aufgabe möglichst schnell Wasser zu beschaffen und mit den Löscharbeiten zu beginnen. Die Ordnungsabteilung mit 13 Mann war eingesetzt, die Brandstelle abzusichern, Schaulustige vom Feuer fernzuhalten, so wie entlaufene Tiere im Brandfall einzufangen. Zur Wehr gehörten auch zwei Hornisten, die im Brandfalle die Wehr alarmierten. Ausgerüstet war die Freiwillige Feuerwehr mit der oben abgebildeten Spritze, 40 Feuereimern, 2 Strahlrohren, 60m Rohhanfschlauch, 2 Hakenleitern, 2 Anstelleitern und Feuerhaken. Untergebracht waren die Feuerlöschgeräte in einem Raum im Erdgeschoss des alten Schulhauses.
Auch gesellschaftlich war die Wehr ein Bestandteil des Ortes geworden. Schon am 29. August 1926 wurde das erste Fest (Stiftungsfest) der Freiwilligen Feuerwehr gefeiert. In diesem Jahr wurde auch eine Feuerwehrkapelle gegründet.
Wie in jeder Wehr, so riss auch in Damscheid der 2. Weltkrieg große Lücken in die Reihen der Feuerwehrleute. Gleich nach dem Krieg wurde die Wehr wieder aktiv. Junge Männer wurden in die Feuerwehr aufgenommen. Durch die Aktivität dieser Männer erhielt die Wehr bereits Anfang der Fünfziger Jahre ihre erste Motorspritze (TS 4), die im Jahr 1966 durch eine TS 8 abgelöst wurde.

2010 Privatmuseum

In privater Sammlung eines Damscheider Feuerwehrkameraden befinden sich diverse historische Feuerwehrutensilien, die das Feuerwehrwesen der vergangenen Jahrhunderte wiederspiegeln. Z. B. eine Originalausrüstung eines Damscheider Feuerwehrmannes um das Jahr 1920.

Einst zierten die historischen Helme die Köpfe der Gründungsmitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Damscheid. Dann waren sie viele Jahre verschwunden. Durch einen Zufall ersteigerte der private Sammler über das Internet solch ein begehrtes Objekt. Ein Verkäufer aus Hessen bot, zur Verwunderung aller, einen Helm mit dem Wappen der Rheinprovinz und dem Ortsnamen „Damscheid“ an. Der stolze Preis von 105,00 € musste der Floriansjünger bieten, um das begehrte Sammlerstück sein Eigen zu nennen. Wie sich herausstellte, war der vorherige Besitzer Rudolf Bernd, ein Gründungsmitglied von 1926. Die über 100 Jahre sieht man dem Helm allerdings nicht an. Die ausgemusterte preußische Pickelhaube führte ihren Dienst im Feuerwehrwesen Damscheid weiter.

Gedenktag: 4. Mai
Name bedeutet: der Blühende (latein.)
* in Cetium, dem heutigen Zeiselmauer bei Krems
+ um 304 in Lauriacum, dem heutigen Lorch an der Enns

Florian war Offizier der zweiten italienischen Legion des römischen Heeres.Als er von der Gefangennahme von 40 Soldaten aus seiner ehemaligen Legion hörte, eilte er an den Ort des Geschehens nach Lauriacum, der Hauptstadt der Provinz Ufer-Noricum, um ihnen zu helfen. Er wurde dabei aber selbst verhaftet, gefangen genommen und nach vielen Martern mit einem Mühlstein um den Hals in die Enns geworfen.Die Überlieferung berichtet, dass seine Leiche von den Wellen auf einen Felsen geworfen und von einem Adler bewacht, von Valeria, einer frommen Frau, gefunden und von ihr dort bestattet wurde, wo im 8. Jahrhundert das Stift St. Florian entstand.In seiner Jugend soll er ein brennendes Haus durch sein Gebet gerettet haben – aber erst im 15. Jahrhundert setzte sich diese Überlieferung durch, die heute seine Bedeutung begründet. Die Gebeine der anderen 40 Märtyrer wurden Mitte des 20. Jahrhunderts in Lorch ausgegraben, Florians Reliquien kamen auch nach Rom und Krakau.

 

Melodie: Lobet den Herren; Text: Verfasser unbekannt

Lobe den Herren!
Für ihn gilt es Zeugnis zu geben
und so wie Florian nach seiner Wahrheit zu streben.
Er steht uns bei, wenn wir bereit sind und treu
als Christi Jünger zu leben.

Lobe den Herren!
Ihm können wir immer vertrauen.
Er selbst gibt Kraft und Mut, auf ihn können wir bauen.
Aus aller Not hilft uns der liebende Gott,
wenn wir auf Christus nur schauen.

Lobe den Herren!
Er birgt uns in allen Gefahren.
Er wird im Tod uns wie Florian sicher bewahren.
Er hat die Macht uns zu befrein aus der Nacht,
wenn wir um Christus uns scharen.

Die Jahre vergehen

2017

Am ersten Septemberwochenende 2017 machten sich die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Damscheid auf die Reise zu ihrem zweijährig stattfindenden Ausflug in den nahegelegenen Ardennenort Malmedy in Belgien. Hier wartete ein Selbstversorgerhaus auf die 14 teilnehmenden Kameraden. Nach der Anreise stand zuerst natürlich der Einkauf von Lebensmitteln auf dem Plan. Nach dem Abendessen vom Grill gab es noch ein gemütliches Beisammensein im Gruppenhaus mit einem Quiz.

„Tag 2“ begann mit einem gemeinsamen Frühstück, welches von den zuerst erwachten Kameraden vorbereitet wurde. Für den Tag stand eine Tour zum Stausee in Robertville an. Den See galt es mit Elektro- und Tretbooten zu erkunden. Die Mittagspause war in einer der vielen Friterien angesagt, um die typisch belgischen Pommes Frites zu testen. Sportlich steuerte die Gruppe beim Bogenschießen den nächsten Programmpunkt nachmittags an. Natürlich als Wettstreit zwischen den Kameraden. Es zeigte sich, dass es doch viel Übung erfordert, um mit den Sportbögen richtig umgehen zu können. Für den Abend wurde gemeinschaftlich noch das Essen zubereitet und natürlich auch anschließend wieder alles gespült und geputzt. Abends nutzte man wieder die Gruppenhausveranda und hatte viel Spaß beim bunten Abendprogramm.

An „Tag3“ hieß es wieder Kofferpacken und Hauspolieren, damit dieses in einem ordnungsgemäßen Zustand übergeben werden konnte. Kein Problem für die Damscheider Riege. Nach zweieinhalbstündiger Fahrt war die Heimat wieder erreicht.

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Technische Ausstellung im Spritzenhaus erweitert

Restaurierte TS4

Die feuerwehrtechnische Ausstellung im „Spritzenhaus“ der freiwilligen Feuerwehr Damscheid ist seit September 2017  um ein weiteres Exponat aus der ortseigenen Feuerwehrhistorie erweitert worden.

Dabei handelt es sich um die erste motorbetriebene „Tragkraftspritze“ der Damscheider Feuerwehr, die in den Nachkriegsjahren die historische Handdruckspritze von 1888 ablöste und den Kameraden von damals die Arbeit wesentlich erleichterte.

Gebaut worden ist die Motorspritze im Jahr 1956 vom Hersteller Ziegler in Giengen an der Brenz. Angetrieben wurde die Feuerwehrpumpe durch einen Stationärmotor des Herstellers Fichtel & Sachs mit einem Hubraum von 360 ccm³.

Mit einer Förderleistung von rund 400 Litern pro Minute erfuhr das Feuerwehrwesen durch Einführung der motorbetriebenen Wasserpumpen in den Nachkriegsjahren einen wegweisenden technischen Fortschritt.

Zum Erhalt der „TS4“ war eine komplette Instandsetzung sowohl aus technischer als auch aus optischer Sicht erforderlich. Die Tragkraftspritze wurde komplett zerlegt und die Einzelkomponenten gereinigt. Um einen technisch einwandfreien Zustand wiederherzustellen war der Austausch von Lagern, Dichtungen sowie die Neuanfertigung einzelner Bauteile nötig. Zur optischen Aufwertung wurden alle im Originalzustand lackierten Teile durch eine Pulverbeschichtung aufbereitet. Die metallischen Oberflächen wurden poliert. Die historische Motorspritze ist wieder in einwandfreiem Zustand und bleibt somit für die nächsten Jahrzehnte als Ausstellungsstück erhalten.

2016

Damscheid feiert seine Feuerwehr

Jubiläumsfest mit vielen Höhepunkten

Die Freiwillige Feuerwehr Damscheid beging ihr 90-jähriges Gründungsfest am 06.- 07.August .2016 bei strahlendem Sonnenschein.Die Veranstaltung wurde samstags mit Fassanstich eröffnet. Die Besucher konnten sich an der Bildergalerie rings ums Gemeindezentrum an den zahlreichen Aufnahmen aus der Damscheider Feuerwehrgeschichte über die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte informieren.

Mit Einbruch der Dämmerung zog der „Türmer von St. Johann“, dargestellt vom Wehrführer Marco Vogel, seine Nachtwächterrunde. Er berichtete vom Leben der Handdruckspritze des Ortes und der Entwicklung der Feuerwehr. Das Publikum genoss aufmerksam die Reise in die Vergangenheit.

Im Anschluss daran ehrten die Kameraden die ehemaligen Wehrführer als Repräsentanten des Feuerlöschwesens des Ortes mit dem „Großen Zapfenstreich“, welcher vom Musikverein „Melodia“ Damscheid und dem Spielmannszug Wirges feierlich begleitet wurde.

Für so manchen klang der Abend mit einem Besuch in der Schlauchturm-Bar aus.

Am Sonntag segnete Pfarrer Günther Vogel, ein gebürtiger Damscheider, das neu erstellte Spritzenhäuschen und übergab den Aufstellort der alten Dorfspritze feierlich.

Beim Festumzug am Nachmittag mit musikalischer Begleitung zogen viele benachbarte Spritzen durchs Dorf und lieferten sich im Anschluss beim Vergleichswettbewerb spannende Duelle.

Die Kleinen der Feuerwehrfamilie konnten auf der Hüpfburg rumtollen. Das herrliche Wetter umrahmte an beiden Tagen die Feierlichkeiten.

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2011

Im Rahmen der 90-Jahr-Feier der Freiwilligen Feuerwehr Oberwesel lud die Verbandsgemeinde St.-Goar-Oberwesel zu den jährlich stattfindenden Beförderungen ein. Auf Grund von absolvierten Lehrgängen und Ausbildungen wurde Sebastian Fuchs zum Oberfeuerwehrmann und Volker Becker zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Ein weinendes Auge stellte die Entpflichtung von Edwin Klumb als stellvertretender Wehrführer dar. Bürgermeister Thomas Bungert dankte ihm für sein Engagement und die Bereitschaft, sich für andere einzusetzen. Das lachende Auge folgte in Form von der Ernennung von Marco Vogel zum neuen stellvertretenden Wehrführer.

 

Okay, es waren 14 Feuerwehrmänner aus Damscheid und keine Geisterpiraten, die sich am Freitagmorgen (26.August.2011) trafen, um ihr Gefährt zu beladen und Richtung Harlingen zu starten. Nach einer stürmischen Anreise mit Hagel, Regen und Sturm bezog man am Abend auf dem Schiff „Harmina“, welches bis Sonntag die neue Heimat der Kameraden sein sollte, Quartier. Der Smutje Ingbert Ochs versorgte seine Mannschaft und teilte die Kombüsendienste ein. An Deck regierten der Kapitän und sein Matrose und ließen die Mannen, die sonst gegen Feuer kämpfen, gegen die raue See antreten. Echtes Piratenfeeling kam dann abends auf, als unter Gitarrenklängen wehmütige Seemannslieder gesungen wurden. Am Sonntag spät abends liefen jedoch alle wieder in den heimischen Hafen Damscheid ein.

Fazit: Ein tolles Erlebnis und viel Stoff für Seemannsgarn!!!

JoHoJoHoJoHoJoHoJoHo
und ne Buddel voll Rum.
Sturmgewitter , wild peitscht die See
Welleninferno, so weit ich seh
Hoch peitscht die Gischt, Sturm im Gesicht
Geisterpiraten kümmert das nicht.

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Am Mittwoch, 16. November 2011, wurde dem Feuerwehrkameraden Herbert Liesenfeld in einer feierlichen Stunde in Simmern das Feuerwehrehrenzeichen für 35 Jahre aktiver Feuerwehrdienst verliehen.

2010

Seit Samstag, den 27. Januar 2010 ist nun auch unser Fahrzeug im neuen Gerätehaus stationiert.
Obwohl am neuen Standort, dem neuen Gemeindezentrum, noch nicht alles fertig ist, haben wir unser altes Domizil komplett geräumt.

2009

Am Samstag, den 31. Oktober 2009, wurde die Sirene in Eigenleistung vom alten Gerätehaus auf das Neue umgesetzt.
Bei diesem Vorhaben wurden wir von der Freiwilligen Feuerwehr Boppard mit ihrer Drehleiter unterstützt.

2008

Am Donnerstag, den 20.November 2008 verlieh der Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreises das „Goldene Feuerwehr Ehrenzeichen“ für 35-jährige aktive, pflichttreue Tätigkeit an den Feuerwehrkameraden und Wehrführer Toni Henrich.

2007

Am Mittwoch, den 12. Dezember 2007, um 18.30 Uhr, verlieh der Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreises, Herr Bertram Fleck, das „Goldene Feuerwehr Ehrenzeichen“ für 35-jährige aktive, pflichttreue Tätigkeit an unsere Feuerwehrkameraden Dieter Fuchs und Heinrich Gartzke.

2006

Anlässlich der 750 Jahr-Feier unseres Dorfes boten wir ein Augenschmankerl aus vergangenen Zeiten. Zu jeder Stunde wurde ein Exercitium durch den Trompeter, Sebastian Fuchs, zur Freude und Belustigung der Anwesenden angekündigt. Die Vorführungen belohnten die Zuschauer mit viel Applaus.

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2004

Vor 60 Jahren verschwunden – bei E-Bay wieder gefunden: Kopfbedeckung eines Damscheider Feuerwehrmannes kehrte in diesem Jahr wieder nach Damscheid zurück und fand eine neue Heimat im kleinen Privatmuseum des Wehrführers.

2001

Das Ereignis des Jahres war die große Jubiläumsfeier „75 Jahre Freiwillige Feuerwehr Damscheid“ verbunden mit dem Feuerwehrtag der Verbandsgemeinde.

2000

In diesem Jahr wurde die Prüfung für das bronzene Leistungsabzeichen mit Erfolg abgelegt

1986

Die Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen waren der Höhepunkt des Jahres 1986.

1976

Im Jahre 1976 wurde das 50jährige Jubiläum gefeiert.