Pfarrgemeinde

Eine Bereicherung für die Pfarrgemeinde ist immer wieder der Kirchenchor „Cäcilia“ Damscheid.

Vielfältige Aufgaben innerhalb der Pfarrgemeinde übernimmt schon seit vielen Jahren die kfd (Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands).

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Geschichte

Damscheid wurde 1257 und 1286 in einem Oberweseler Schöffen Emmelmann von Damescit erstmals urkundlich erwähnt. Damscheid dürfte, nach der Anlage des romanischen Kirchturms zu urteilen, um 1100 entstanden sein.

1392 errichteten die Einwohner von Damscheid in der vorhandenen Kirche einen Marienaltar, der als Benefizium einem Priester anvertraut wurde. Die Weihehandlung verlieh der Gemeinde erste Pfarrechte. Damscheid war von Anfang an Oberwesel St. Martin unterstellt, hatte aber mit Sicherheit schon sehr früh eigene Geistliche am Ort. Schon um 1340 wird ein Priester namens Nikolaus erwähnt, der in Damscheid Dienst tat.

Als 1475 bei der Visitation des Archidiakon Johann Von Vinstingen die vier Kapläne erscheinen mußten, war auch der von Damscheid dabei.

Bei der Erkundigung des Jahres 1657 erscheint die Kirche als Taufkirche, sie ist also gewiß eine halbselbständige Kirche, deren Offiziant vom Pfarrdekan von St. Martin bestimmt wurde.
Von einem Priester namens Michael Serarius (1659 – 18.2.1676) ist überliefert, daß er „im Chor der (alten) Kirche unter einem großen Stein“ beigesetzt ist.

Nach 1700 konnte der Pastor von St. Martin nicht mehr eigenmächtig Priester nach Damscheid beordern, sondern hatte Präsentationen der kirchlichen Behörde vorzulegen. Dies ist aus den Jahren 1719, 1734, 1774 und 1782 bekannt.   Immer noch kämpfte Damscheid um letzte kanonische Anerkennung als Pfarrei, der Pastor als kanonisch angestellter Pfarrer.   Noch in einem Schreiben vom 21.11.1783 heißt es, daß Pfarrer Baumgarten von St. Martin die Erlaubnis erhält, zwei neue Glocken in der Kirche von Damscheid einzuweihen. In diesen Jahren erhielt der Pfarrer von Damscheid letzte Rechte, denn 1787 erscheint Damscheid als Pfarrei im kurtrierischen Landkapitel von Boppard.   Nach der Säkularisierung gehörte die Pfarrei zum Kanton Bacharach, vorübergehend sogar zum Bistum Aachen (1802-1824).

Seit 1824 ist Damscheid wieder der neuen Diözese Trier zugeordnet, 1827 wurde die Pfarrei dem neugegründeten Dekanat St. Goar eingegliedert. Heute ist Damscheid eine von 10 Pfarreien des Dekanates St. Goar in der Region Rhein-Hunsrück-Nahe.   Zur Pfarrei gehörten bis 1800 neben Wiebelsheim auch noch Laudert, die Külzer Mühle, der Nenzhäuser Hof und die Einsiedelei St. Aldegund, die bereits 1794 samt Kapelle zerstört wurde.

Stand 2020 hat die Pfarrei Damscheid zusammen mit Wiebelsheim und Laudert ca. 870 Katholiken. Aus den Kirchengemeinden dieser 3 Ortschaften entstand 1997 eine Seelsorgeeinheit, wobei die Kirchen in Wiebelsheim und Laudert Filialkirchen waren. Seit 2013 bildet die Pfarrei Damscheid zusammen mit den Pfarreien Oberwesel, St. Goar, Niederburg und Perscheid eine Pfarreiengemeinschaft, die gemeinsam von den Oberweseler Geistlichen betreut wird. Bis 2022 ist eine Fusion dieser Gemeinschaft zu einer Pfarrei vereinbart.