Spende an Kita Amselnest

Der Kindertagesstätte Amselnest wurden 270 Euro als Spende überreicht. Der Betrag stammt aus dem Erlös unserer Veranstaltung -Weinkultur-, die wir am 14. Januar 2017 durchführt haben. Ursula Baumgarten, die stellvertretende Leiterin der Kita, freute sich über die Spende und bedankte sich im Namen ihrer Kolleginnen und aller Kinder. Das Geld soll für die Anschaffung einer neuen Kletteranlage im Außenbereich verwendet werden.

 

 

Kabarett Sauvignon - Wein und Witz

Zum fünften Mal hatte der Weinkonvent St. Laurentius in Damscheid zu der Veranstaltung 'Weinkultur' eigeladen; und auch dieses Mal war der Saal im Gemeindezentrum bis zum letzten Platz besetzt, obwohl keinerlei Werbung darauf hingewiesen hatte.

 

Der Vorsitzende des Vereins Edwin Klumb begrüßte die Gäste, darunter auch auffallend viele junge Leute, und kündigte zwei Hochkaräter an, die durch den Abend führen sollten: Spitzenweine kredenzte Dr. Randolf Kauer und Spitzentexte der bekannte Schriftsteller und Kabarettist Thomas C. Breuer, der sich passend zu seinem Weinprogramm in einen Anzug in den Farben Spätburgunder mit einem Schuss Dornfelder gezwängt hatte. Mit aberwitzigen Wortspielen begeisterte er das Publikum, indem er z.B. die 'gesäßerweiternde und enthemmungszündende' Wirkung des Weines pries und vielen existentiellen Fragen nachging: Wenn Alkohol im Körper die Verbrennung anregt: Bis zu wieviel Prozent kann ich dann mit einer Flasche Riesling meine Heizkosten reduzieren?

 

Was passiert, wenn der Chef eines Winzerbetriebs unter einer angeborenen Leseschwäche leidet, die im Büro zwar nicht weiter auffällt, wohl aber in der Weinlese? Welche fatalen Folgen hat es, wenn ein Winzer leider den Vollernter zu wörtlich nimmt und infolgedessen seine Fahrerlaubnis verliert?

 

Aber nicht nur Nonsens hatte Breuer im Angebot. So beschrieb er geistreich verschiedene Weinregionen Deutschlands und Europas und stellte mit satirischer Schärfe ein Zukunftsszenario vor Augen, das wohlmöglich Wirklichkeit werden könnte: "Genießen Sie jetzt noch, aber bald wird es die intelligente auf den Mann oder die Frau dressierte Weinflasche geben, die, weltweit vernetzt, eigenmächtig den Verbrauch misst und die sich automatisch versiegelt, wenn der individuell zugelassene Höchstwert überschritten wird. Parallel dazu erfolgt eine e-mail an die Krankenkasse und – wusch! – gehen die Beiträge hoch". Nachzulesen ist das alles und vieles mehr in dem empfehlenswerten Büchlein 'Kabarett Sauvignon'.

 

Derart gedankenbeschwipst genoss das Publikum die sowohl lehrreichen als auch äußerst unterhaltsamen Vorträge von Dr. Kauer, der ja auch in der Bacharacher Fassenacht zu Hause ist.

 

Er hatte zudem noch den Vorteil, dass nicht nur seine Worte, sondern auch seine Produkte für ihn sprachen. Um nur ein Beispiel zu nennen: Der Riesling 'kann so viel', hat eine so große Bandbreite und so viele geschmackliche Spielarten wie keine andere Rebsorte. Er bedient die kleine Liga, etwa mit einem trockenen und leichten Kabinettwein, an dem man in geselliger Runde einen ganzen Abend lang Freude haben kann. Aber er weiß auch in der höheren Klasse zu glänzen, z.B. mit einer Spätlese vom Oberweseler Oelsberg. Warum sollte man, wie oft empfohlen, zu Wild immer nur Rotwein trinken? Zu einem Hirschragout mit Speck, einer schönen Sauce, Birne oder Preiselbeere ist ein feinherber Riesling mit dezenter Süße, rassiger Säure und einem Feuerwerk an Aromen der ideale Partner. Randolf Kauer geriet bei seinen Lobeshymnen kulinarischer Genüsse in eine solche Begeisterung, dass den Zuhörern das Wasser im Mund zusammenlief, bis einer es nicht mehr aushielt und rief: "Hör'n Sie auf, hör'n Sie auf!" Überhaupt war es diese Leidenschaft für den Weinbau, die den Funken zum Publikum überspringen ließ. So pries der Referent den Winzerberuf als einen der schönsten Berufe der Welt, weil man sich in dem, was man mache, so toll ausdrücken könne. Er dankte auch den Laurentiusbrüdern dafür, dass sie sich um den Erhalt eines Weinbergs kümmerten. "Jeder Weinberg', so Kauer, 'ist wichtig, wenn er auch noch so klein ist."

 

Man darf gespannt sein, ob sein Appell "Mit 18 Mann sehe ich durchaus auch 18 Hektar" auf fruchtbaren Boden fällt.

 

Nach dem offiziellen Programm blieb das Publikum, durch die Wirkung des Weins zu lebhafter Kommunikation angeregt, noch ein paar Stunden.

 

 

Lese 2016

Die Lesemannschaft am 15. Oktober.

 

 

 

Freunde schöner Göttertropfen – Comedy und Wein

 

Wein ist wahrscheinlich ein himmlischer Genuss. Das wussten schon die alten Griechen. Der Jüngste der großen griechischen Götter war der Gott des Weines, Dionysos. Nicht zufällig war er auch zuständig für Freude, Fruchtbarkeit und Ekstase – somit eine Art Gérard Depardieu der Antike.

 

Und als Goethe seinerzeit mit leerem Einkaufswagen einen Discounter in Weimar verließ und Schiller begegnete, soll er den wunderbaren Satz gesagt haben: „Das Leben ist zu kurz, um schlechte Weine zu trinken."

 

Mit solchen Sätzen präsentierte Ingo Konrads, Deutschlands bekanntester Wein-Kabarettist seinen Zuhörern die witzigen Seiten der Weinkultur. Facettenreich wie der Wein selbst und vom Feinsten waren seine Geschichten rund um das „edelste“ Getränk.

 

Ebenfalls vom Feinsten war das, was Joachim Lorenz präsentierte. Er begrüßte sein Publikum mit einem „Lorenz Secco“ und bot dann eine Auswahl von exzellenten Weinen. Beginnend mit einem Spätburgunder Rotwein führte seine Probe über 2014er Riesling-Weine aus dem Bopparder Hamm bis zu einer feinherben Mandelstein Spätlese aus dem Jahr 2015.

 

Von dem „Duo“ Konrads/Lorenz bestens unterhalten fühlten sich die rund 100 Gäste am 16. Januar in unserem Gemeindezentrum.

 

 

 

Im Goldemund

Am 4. Oktober wurde der Jahrgang 2015 geerntet.

Zwei Dutzend Leser haben die Ernte in nur 3 Stunden eingebracht.

Gesunde Trauben mit einem Mostgewicht von 88° Oechsle bieten nun beste Voraussetzungen für einen klassischen trockenen Riesling.

 

 

 

Wo wächst unser Riesling?

 

Die beiden von uns bewirtschafteten Weinbergsflächen in der Lage Goldemund sind seit Kurzem mit einem Hinweisschild gekennzeichnet.

 

In dem dort zu lesenden Text stellen wir kurz unseren Verein vor. Ein QR-Code auf dem Schild gibt allen Smartphone-Besitzern die Möglichkeit weitere Informationen, wie Rebsorte, Lage etc. abzurufen.

Dies und Das