Joachim Aßmann hat für die Kirchenmusik in Damscheid Großes geleistet
Chorleiter gibt nach 18 Jahren Kirchenchor „Cäcilia“ ab – Würdige Verabschiedung im Rahmen des Hochamtes durch Pastor Weber


Damscheid.
Er hat der Kirchenmusik in Damscheid seine ganz besondere Note verliehen und viele große kirchenmusikalische Werke in der Pfarrgemeinde zum Klingen gebracht: Nach 18 Jahren gab Dekanatskantor Joachim Aßmann nun die Chorleitung des Kirchenchores „Cäcilia“ Damscheid und auch die Leitung des Kinder- und Jugendchores Wiebelsheim zum Jahresende hin ab. Seine Verabschiedung erfolgte im Rahmen des weihnachtlichen Festhochamtes in Damscheid, wo der Kirchenchor noch einmal unter seinem Dirigat zeigte, zu welch hohem Niveau er die Sängerinnen und Sänger über die Jahre geführt hat.

Zum Abschluss durften sich die Gottesdienstbesucher über eine besondere musikalische Darbietung freuen: Mit Chören aus dem Oratorium „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel gestaltete der Chor das Festhochamt in der Damscheider Pfarrkirche „St. Johannes der Täufer“ feierlich mit. Begleitet wurden die Sängerinnen und Sänger von der Sopranistin Lisa-Marie Knopp (Lahnstein) und Streichern und Bläsern des Kammerorchesters Camerata Coblenz. Die Orgel spielte Johannes Lamprecht (Mülheim-Kärlich).

Gegen Ende des Gottesdienstes bat Pastor Manfred Weber Chorleiter Aßmann zu sich nach vorne und verabschiedete ihn mit sehr persönlichen Worten. „Sie haben sich sehr um die Kirchenmusik verdient gemacht. Wir brauchen die Kunst und die Kirchenmusik, denn sie ist ein Dienst am Lob Gottes und zum Lob Gottes. Sie haben Kirchenmusik immer als Verkündigung des Wortes Gottes verstanden und dabei darauf Wert gelegt, nicht sich selbst darzustellen“, würdigte Pastor Weber das Wirken des scheidenden Chorleiters unter dem anerkennenden Beifall der Gottesdienstbesucher.

Joachim Aßmann hatte 1998 die Leitung des Chores übernommen. Als gebürtigem Damscheider lag dem studierten Kirchenmusiker die Gemeinde Damscheid stets besonders am Herzen, so dass er den Kirchenchor Damscheid und auch den Kinder- und Jugendchor Wiebelsheim über all die Jahre neben seiner hauptamtlichen Tätigkeit als Dekanatskantor des Dekanats Koblenz führte. Unter seiner Leitung brachte der Damscheider Chor alle zwei Jahre große Konzerte zur Aufführung. Dazu gehörten u.a. ein großes Jubiläumskonzert zur 750 Jahrfeier der Gemeinde Damscheid, ein „Mozart-Konzert“, die „Paukenmesse“ von Joseph Haydn, das Oratorium „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel oder wie zuletzt das große Neujahrskonzert 2016 mit Werken bekannter Romantiker wie Felix Mendelssohn Bartholdy, Camille Saint Saëns oder César Franck. 

Aber auch für die musikalische Mitgestaltung der Messfeiern an Weihnachten, Ostern, Kirmes, Kommunionen und Firmungen bewies Aßmann ein stets besonderes Gespür. Eine enge Kooperation mit dem Herz Jesu Chor Koblenz, den der Dekanatskantor ebenfalls seit vielen Jahren leitet, führte die Damscheider Chorsänger auch über die Ortsgemeinde hinaus zu großen Auftritten im Rahmen von Konzerten und festlichen Gottesdiensten im Trierer und Aachener Dom, in der Kathedrale zu Brügge oder wie zuletzt im Herbst in der deutschen Nationalkirche „Santa Maria Dell‘ Anima“ in Rom.

„Wir bedauern es als Chor sehr, dass Joachim Aßmann die Leitung des Chores abgibt, aber sind ihm für seine Arbeit, die er über so viele Jahre geleistet hat, dankbar. Unter seinem Dirigat hat der Chor eine sehr gute Entwicklung genommen und genießt über die Ortsgrenzen hinaus große Anerkennung“, lobt der Vorsitzende des Kirchenchors „Cäcilia“ Damscheid Gerd Becker das besondere Engagement des 53-Jährigen. Das hohe Niveau des Damcheider Chores sei letztendlich mit ein Grund gewesen, dass sich übergangslos ein neuer Chorleiter gefunden habe, der den Chor ab Ende Januar leitet.

Joachim Aßmann wird sich künftig ganz auf seine Arbeit als Dekanatskantor und seine Tätigkeit an der Koblenzer Herz Jesu Kirche konzentrieren.

 

 

Chor- u. Pilgerfahrt Rom 09. - 14. Oktober 2016

Zu den Höhepunkten der Rom-Reise gehörte für die Sängerinnen und Sänger des Kirchenchors Damscheid gemeinsam mit dem „Herz Jesu“ Chor Koblenz die Mitgestaltung einer Messe sowie ein Bach-Konzert in der Basilika Santa Maria dell‘ Anima, der deutschen katholischen Nationalkirche in Rom.

 

 

Pilgerfahrt führte Kirchenchor Damscheid im Heiligen Jahr nach Rom

 

Kaum eine Stadt vermag die Besucher so in ihren Bann zu ziehen wie Rom. Dies durfte auch der Kirchenchor „Cäcilia“ Damscheid erleben, der mit dem befreundeten Kirchenchor „Herz Jesu“ Koblenz und dem gemeinsamen Chorleiter Dekanatskantor Joachim Aßmann für knapp eine Woche das Herz dieser an Schätzen so reichen Stadt erkundete. Im Gepäck für ihre Reise im Heiligen Jahr ins Zentrum der katholischen Kirche hatten die Sängerinnen und Sänger aber auch jede Menge Musik.

Und so eröffneten die beiden Chöre bereits ihren Ankunftstag mit einem Paukenschlag: In der Basilika Santa Maria dell‘ Anima, der deutschen katholischen Nationalkirche, gestalteten die Sängerinnen und Sänger mit der „Messe zu Ehren des Hl. Franz von Assisi“ von J.B. Hilber den Gottesdienst feierlich mit. In einem sich direkt daran anschließenden Konzert mit Werken rund um Bach verwob sich feinster Chorgesang mit den Orgelklängen in dieser eindrucksvollen Kirche.

Für die Chorsänger ein großartiges Erlebnis und zugleich ein toller Auftakt, um sich am nächsten Tag auf die Spuren des antiken Roms zu begeben. Imposante Bauwerke wie Kolosseum, Palatin oder Forum Romanum sowie eine nächtliche Rundfahrt durch das illuminierte Rom vermittelten einen Eindruck von der Geschichte und Bedeutung des ehemaligen römischen Reichs. Ganz im Zeichen des Vatikans stand der dritte Tag mit einem Rundgang durch die Vatikanischen Gärten sowie dem Besuch der Vatikanischen Museen, der Sixtinischen Kapelle und dem Petersdom, dem Ziel aller Pilgerreisen.

Sehr eindrucksvoll war für die Gruppe zweifelsohne die Audienz mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz bei strahlend blauem Himmel mit rund 90.000 Pilgern. Unter dem Motto des Heiligen Jahres „Misericordes sicut Pater“ beschäftigte er sich auch in seiner Predigt mit dem Thema der Barmherzigkeit und erteilte den päpstlichen Segen. Einen Ausdruck christlichen Glaubens über die Jahrhunderte vermittelte der Besuch der wichtigsten Kirchen Roms wie z.B. die Santa Maria Maggiore, die Basilica di Santa Croce in Gerusalemme oder die Basilica di San Giovanni in Laterano, die als Mutter aller Kirchen des Erdkreises bezeichnet wird.

In mehreren Kirchen war den Sängerinnen und Sängern ein spontaner Auftritt erlaubt, bei dem sie u.a. das „Ave Verum“ von Mozart zur Freude der Besucher erklingen ließen. Ein Ausflug in die Albaner Berge, wo u.a. die Sommerresidenz des Papstes, Castel Gandolfo, zu sehen war, brachte eine weitere Abwechslung in das mehrtägige Programm. Ihren Ausklang fand die Tour in einem rustikalen Kellerlokal in Frascati bei einem leckeren Abendessen mit Wein und Musik.

Was mit Bach am ersten Tag begann, fand mit Bach am letzten Reisetag einen tief inspirierenden Schlusspunkt: Gemeinsam mit dem Damscheider Pfarrer Günther Vogel feierten die beiden Chöre in der Domitilla Katakombe, der größten unterirdischen Grabanlage Roms, einen Gottesdienst und brachten insbesondere in der Bach-Motette „Das ist meine Freude“ auf den Punkt, was auf dieser Pilgerfahrt so reichlich zu erfahren war.

 

Neujahrskonzert 10. Januar 2016

Neujahrskonzert des Kirchenchors Damscheid
verzauberte das Publikum mit Romantik pur

 

Besucher zeigten sich von Aufführung mit Chor, Streichern und Solisten in Pfarrkirche tief beeindruckt – Stehende Ovationen und viel Lob

 

Puren Musikgenuss erlebten die Besucher beim großen Neujahrskonzert des Kirchenchors „Cäcilia“ in der voll besetzten Pfarrkirche in Damscheid. Auf dem Programm standen zum Teil wenig bekannte Kostbarkeiten bedeutender Romantiker wie Felix Mendelssohn Bartholdy, César Franck, Fernand de la Tombelle und Camille Saint-Saёns. Der Chor unter der Leitung von Dirigent Joachim Aßmann wusste diese gemeinsam mit einem hervorragenden Solisten-Ensemble und dem Kammerorchester „Camerata Coblenz“ aufs eindrucksvollste zu interpretieren. Ein tief ergriffenes Publikum belohnte die Aufführung am Ende  mit geradezu frenetischem Beifall.

Der Kirchenchor Damscheid, der alle zwei Jahre zu einem besonderen Konzert lädt, präsentierte dieses Mal zum Abschluss der Weihnachtszeit Musik aus der Epoche der Romantik. Mit einem erwartungsvollen Vorspiel von Orchester und Orgel (Hanno Scherhag) eröffnete der Tenor Henrik Mosel das „Kyrie eleison“, Herr erbarme dich, von César Franck (1822-1890), in das der Chor ganz zart und doch sehr präsent einstimmte. Anrührend verzauberte das sich daran anschließende „Ave Maria“ für Solo-Sopran, Chor und Orchester von Fernand de la Tombelle (1854-1928) insbesondere durch eine gelungene Melodieführung mit sehr raffinierten harmonischen Wendungen. Seine große dynamische Bandbreite stellte der Chor beim „Es wird ein Stern aus Jakob aufgeh‘n“ von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) unter Beweis: Die musikalisch zunächst eher lieblich erzählte Ankündigung von der Ankunft des Herrn baute sich zu einem gewaltigen Fortissimo-Sturm auf („..und wird zerschmettern Fürsten und Städte“) um dann gefühlvoll im Choral „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ absolut intonationssicher zu enden.

Fast sphärisch leitete Elke Steltner mit ihrem Harfensolo „Interlude“ aus „A ceremony of carols“ von Benjamin Britten zur Weihnachtsgeschichte über. Im „Oratorio de Noel“ (Weihnachtsoratorium)  von Camille Saint-Saёns zeigte sich das gelungene Zusammenspiel von Sängern, Solisten, Streichern, Harfe und der Orgel auf der Empore. Sie verliehen dem Dialog zwischen den Hirten auf dem Felde und den Engeln des Herrn eine musikalische Versinnbildlichung. Allen voran die hervorragend agierenden Gesangssolisten Anna Herbst (Sopran), Claudia Iland (Mezzosopran), Franziska Schacht (Alt), Henrik Mosel (Tenor) und Christos Pelekanos (Bariton), die mit ausschweifenden effektvollen Melodien, gestützt von Harfen- und Orgelklängen, die Weihnachtsgeschichte brillant kommentierten. Ausdrucksstark und mit großer Klangfarbenpalette überzeugten hier alle  Sängerinnen und Sänger des Chors und Instrumentalisten unter dem Dirigat von Dekanatskantor Joachim Aßmann. Das war Romantik pur.

Nach dem Sopran-Solo „Sei willkomm, du edler Gast“ von Mendelssohn Bartholdy und dem Bariton-Arioso „Das also hat gefallen dir“, fand die Aufführung im Schlusschor „Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron“ seinen abschließenden Höhepunkt, indem Chor und Orchester noch einmal klanggewaltig  („..des freuen sich der Engel Schar und singen uns solch neues Jahr“) das angebrochene neue Jahr begrüßten. „Auch wenn wir es in Damscheid ja schon gewohnt sind, mit musikalisch sehr niveauvollen Aufführungen verwöhnt zu werden, war dies heute wieder etwas ganz Besonderes“, richtete Pastor Manfred Weber sein Lob an alle Ausführenden und Dirigent Joachim Aßmann und sprach damit den vielen Besuchern aus dem Herzen, die ihrer Begeisterung mit großem Beifall und Standing Ovations Ausdruck verliehen. Mit welcher Freude die Aktiven an diesem Abend musizierten, zeigte sie noch einmal in der Zugabe „Angels Carol“ von John Rutter.  

Um so viel Musik noch nachklingen und nachwirken zu lassen, lud der Kirchenchor im Anschluss alle Konzertbesucher in das Gemeindezentrum ein. Und mit großer Begeisterung tauschte man sich hier darüber aus, was für einen persönlich das musikalische Highligth des Abends war.

 

 

Wir bedanken uns herzlich für die finanzielle Unterstützung bei:

 

Kreissparkasse Rhein-Hunsrück

Scheer GmbH & Co. KG, Urbar

Ferienhof Hardthöhe, Oberwesel

Silbernagel & Sohn GmbH, Oberwesel

Autohaus Gras GmbH & Co. KG, Boppard - Bad Salzig

Haardesign Simone, Oberwesel

Pflegezentrum Damscheid Ingbert Ochs GmbH

Jäckel - Architekten und Ingenieure, Oberwesel

Paul Stahl, Oberwesel - Dellhofen

Ginnuth & Vogel GmbH, Damscheid

Stefan Waibel Wärmetechnik GmbH, Damscheid

Marien - Apotheke, Oberwesel

 

 

 

 

Chortag "Funktionale Stimmbildung" 15.11.2014

Die Sängerinnen und Sänger des Damscheider Kirchenchores und des „Herz-Jesu“-Chors Koblenz hatten viel Spaß und jede Menge ‚Aha‘-Erlebnisse bei der gemeinsamen Fortbildung mit der Gesangspädagogin Melanie Petcu (vorne rechts im Bild).

 

Kirchenchor Damscheid bildete sich professionell in Stimmbildung weiter

Bereits zum zweiten Mal lud der Kirchenchor ‚Cäcilia‘ Damscheid die Diplom-Gesangssolistin und Gesangspädagogin Melanie Petcu nach Damscheid zu einer ganztägigen chorischen Fortbildung ein. Ziel des Unterrichts war es, Einblicke in die optimale Stimmleistung und gesunde Stimmfunktion zu bekommen und diese nach einem Workshop im vorletzten Jahr weiter zu vertiefen. Durch verschiedene Übungen konnten die Sängerinnen und Sänger die Zusammenhänge zwischen Kehlkopf, Körperhaltung und –bewegung sowie Atmung und Stimme unmittelbar selbst erfahren. Die intensive stimmtechnische Arbeit vom Vormittag wurde in der zweiten Hälfte des Tages auf die Gesangsliteratur übertragen. „Oberstes Ziel ist es“, so die charismatische Gesangslehrerin, „Spaß am Singen und musizieren zu erlangen.“ Melanie Petcu arbeitet dabei schwerpunktmäßig nach der Methodik der funktionalen Stimmbildung nach dem bekannten Professor Eugen Rabine. Chorleiter Joachim Aßmann, der die Fortbildung initiierte, zeigte sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden: „Der Chor bekommt durch diese professionelle Anleitung wichtige Impulse, mit der eigenen Stimme bewusster umzugehen und neue Ressourcen zu erschließen.“ An der Fortbildung nahmen auch Sängerinnen und Sänger des „Herz-Jesu“-Chors Koblenz teil, der ebenfalls unter der Leitung von Joachim Aßmann steht.

 

 

 

Messias 12.01.2014

Damscheider Kirchenchor glänzte mit einer
beeindruckenden Interpretation des „Messias“

 

Mit einer tief beeindruckenden Interpretation des „Messias“ von Georg Friedrich Händel startete der Kirchenchor „Cäcilia“ Damscheid mit einem großen Oratorienkonzert in das neue Jahr 2014. Bereits zum vierten Mal lud der Chor zu einem Chor- und Orchesterkonzert in die Pfarrkirche „St. Johannes der Täufer“ nach Damscheid ein. In der mit über 300 Besuchern vollbesetzten Kirche brachten die Sängerinnen und Sänger gemeinsam mit namhaften Gesangs-Solisten und Musikern des  Kammerorchesters „Camerata Coblenz“ u.a. den sogenannten Weihnachtsteil des Händelschen Oratoriums, das zu den bekanntesten Beispielen geistlicher Musik zählt, zu Gehör.

 

Unter der Leitung von Dekanatskantor Joachim Aßmann verbanden sich der literarische Inhalt des Librettotextes, -es handelt sich hier überwiegend um prophetische Weissagungen des alten Testaments-, mit bewegender Musik, die  im berühmten „Halleluja“ ihren Höhepunkt fand.  Mit dem „Messias“ stellten sich die Sängerinnen und Sänger in diesem Jahr dabei einer besonderen musikalischen Herausforderung. Umso beeindruckender war deshalb das hohe Niveau und die Hingabe, mit welcher die Musizierenden den Arien, Rezitativen und Chören Ausdruck verliehen. Begleitet wurden sie dabei von einem stets präsenten Orchester, das den Kirchenraum mit seinem klaren Klang erfüllte.

 

„Tröstet, tröstet mein Volk“ – mit diesen Bibelworten setzte Tenor Robert Reichinek  den Auftakt der musikalisch dargebrachten Heilsgeschichte. Quasi als Fazit wurde diese Thematik im ersten Chor „Denn die Herrlichkeit Gottes, des Herrn, wird offenbaret“, aufgegriffen und in weiteren Arien und Chören fortgeführt. Fast wie Balsam legte sich das von Altistin Franziska Schacht und dem Chor innig dargebrachte „O du, die Wonne, verkündet in Zion“ auf die Seele.

 

Von den Tiefen der Finsternis bis zum großen Licht der Erlösung nahm Bassist Christian Palberg eindringlich und ausdrucksstark die Zuhörer mit. Mit eben solcher Eindringlichkeit kündete der Chor von der bevorstehenden Ankunft  des Heilands, dessen Name  „Wunderbar, Herrlicher, starker Gott und Friedensfürst“ geradezu majestätisch besungen wurde. Eine große musikalische Bandbreite zeigte die Sopranistin Christina Kühne in der rezitativischen Verkündigung des Engels von Christi Geburt, sowie in der nachfolgenden, mit absolut souverän und brillant klarer Stimme  musizierten Arie „Erwach, frohlocke“.

 

Mit schwebender, sanft wiegender Leichtigkeit und von tiefem Gefühl getragen gaben Franziska Schacht und Christina Kühne dem Duett „Er weidet seine Herde“ größtmöglichen Ausdruck. Mit großer Geschlossenheit und Virtuosität musizierte der Chor, der von befreundeten Sängern des Herz-Jesu-Chores aus Koblenz  unterstützt wurde, die großen Chöre des „Messias“ und beschlossen mit einem fulminant-rhythmisch jubelnden „Halleluja“.

 

Die Zuhörer erlebten eine Aufführung, die durch das Dirigat von Joachim Aßmann nicht nur durch Stimmgewalt und Dynamik überzeugte, sondern auch durch eine fein nuancierte und von tiefer Spiritualität inspirierte Interpretation nachwirkte.

 

Die von Monika Kilian an geeigneter Stelle spannungsvoll vorgetragenen Gedichte von Andreas Knapp ergaben ein wunderbares Zusammenspiel von Glaubensverkündigung, Poesie und Musik. Ein begeistertes Publikum quittierte all dies mit stehenden Ovationen am Schluss.

 

 

 

 

 

 

 

 

Chorfahrt Brügge

 

 

Chorfahrt nach Brügge/Belgien/Flandern

30. August - 1. September 2013

 

Die Kirchenchöre „Herz Jesu“, Koblenz, und „Cäcilia“, Damscheid, unternahmen eine dreitägige Chorfahrt nach Brügge in Flandern. Die Fahrt mit den beiden Bussen begann beim ersten Hahnenschrei (Glock sieben), und kurz vor 14 Uhr kamen wir in Brügge an. Es waren 52 Aktive und eine beträchtliche Fangemeinde, sozusagen musikalisches Fußvolk, das die Sänger mit aufmunternden Worten und Gesten und liebevollem Umsorgen zu sängerischen Höchstleistungen anspornte.

 

Flandern ist der niederländisch sprechende Teil Belgiens und in der Sprache dem Deutschen verwandt. Brügge war im Mittelalter eine wichtige und reiche Hafenstadt, die allerdings auch unter den wechselnden Obrigkeiten und Herrschaftsbedingungen Flanderns zu leiden hatte. Vom 15. Jahrhundert an versandete die Nordseezufahrt zusehends, und erst ab 1890 begann der Ausbau des Überseehafens Zeebrügge. Heute hat Brügge mit den Vororten ca. 120 000 Einwohner und profitiert davon, dass der mittelalterliche Stadtkern mit seinen vielen gotischen Bauwerken nie durch Kriege oder große Brände zerstört wurde und sein schönes historisches Stadtbild geblieben ist. Dem Tourismus kommt das zugute.

 

Neben den musikalischen Obliegenheiten kamen andere Aktivitäten nicht zu kurz. Die beiden Chöre erkundeten die Altstadt in einer zweistündigen Führung und natürlich auch  - aus anderer Perspektive  -  während einer Grachtenfahrt. Trotz stürmischer „See“ erreichten alle wieder das rettende Ufer. Ganz Verwegene ließen sich mittels leibhaftiger Pferde (sogenannten kaltblütigen Belgiern) durch die Altstadt kutschieren.

 

Die Vorbereitung und Organisation der Fahrt übernahmen dankenswerterweise einige Chormitglieder beider Chöre: Auswahl des Hotels und Reservierung, Verhandlung mit dem Busunternehmen, Stopfen hungriger Mäuler auf der Hinfahrt mit Fleischwurst und Brötchen, Aussuchen der Lokale für die Abendmahlzeiten, Stadtführung, Grachtenfahrt, Gesamtfinanzierung und Einsammeln der Gelder. Alles klappte tadellos!

 

Dass in der Bischofskirche Brügges, der St.-Salvator- Kathedrale, gesungen werden konnte, verdankte der Chor der persönlichen Freundschaft des Dirigenten Joachim Aßmann mit dem Organisten der Kathedrale Ignace Michiels. Für die Sängerinnen und Sänger war es ein ganz erhebendes Gefühl, in einer solch geschichtlich bedeutenden Kathedrale dieser Größe sowohl im Gottesdienst als auch im Konzert singen zu dürfen.

 

Am Samstag wurde der Vorabendgottesdienst vom Chor mit der „Messe zu Ehren des Hl. Franz von Assisi“ von Johann Baptist Hilber mitgestaltet. Bewundernswert war, dass sich die Chormitglieder nicht scheuten, Lieder auch mit dem Volk auf flämisch zu singen.

 

Im „Romantischen Chor- und Orgelkonzert“ am Sonntag wurde Musik aus Frankreich, England, Belgien und Deutschland dargeboten. Tief beeindruckend waren auch die solistischen Einlagen der Mezzosopranistin Franziska Schacht, die mit ihrer begnadeten Stimme die Zuhörer begeisterte. An der Orgel zeigte Ignace Michiels sein hervorragendes Können nicht nur in Solobeiträgen, sondern auch in der souveränen und gefühlvollen Begleitung einiger Chorsätze.

 

 

Chor, Solistin und Organist eroberten unter dem Dirigat Joachim Aßmanns mit ihrer auf sehr hohem Niveau dargebotenen Musik die Herzen der Zuhörer. Das zeigte sich am lang anhaltenden Beifall derselben in der bis auf den letzten Platz besetzten Kathedrale und auch an der inneren Bewegung der Kirchenbesucher. Manche hatten Tränen in den Augen.

 

Dass die beiden Chöre aus Koblenz und Damscheid nicht nur zu einer harmonischen Klangeinheit verschmolzen, sondern auch menschlich zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen sind, ist nicht nur dem guten Willen und der Offenheit der Sängerinnen und Sänger geschuldet, sondern vor allem auch der Integrationsfähigkeit und -arbeit des Leiters beider Chöre Joachim Aßmann. Der älteste Teilnehmer war 78 Jahre, die jüngste „Sängerin“ 52 (Wochen!) und wurde noch auf dem Arm getragen oder im Kinderwagen gefahren. Die Sängerinnen und Sänger beider Chöre haben miteinander gesungen im Gottesdienst und im Konzert, gemeinsam die Mahlzeiten eingenommen, miteinander gelacht und gefeiert und zahlreiche außermusikalische Aktivitäten wahrgenommen; und jede Gruppe freute sich, dass die „Anderen“ auch dabei waren, ja, es gab gar keine „Anderen“ mehr, es war eine Gemeinschaft. Das erleben zu dürfen, erfüllt auch den Chronisten mit Dankbarkeit.

 

„Wo man singt, da laß dich ruhig nieder,

böse Menschen haben keine Lieder.“

 

 

Wolfgang Weidenbruch

 

 

 

 

 

 

Chortag "Funktionale Stimmbildung" 17.11.2012

 

Workshop vermittelte interessante Einblicke in Stimmbildung

Ganztägige Veranstaltung des Kirchenchors ‚Cäcilia‘ Damscheid mit Gesangspädagogin Melanie Pectu

Was hat ein im rechten Winkel angehobenes Bein mit meiner Stimme zu tun? Wie kann ich meine Schultern mit Klang beleben? Auf diese und viele andere Fragen gab das außergewöhnliche  Chorprojekt ‚Funktionale Stimmbildung‘ Antworten, zu dem der Kirchenchor ‚Cäcilia‘ Damscheid gemeinsam mit dem Herz-Jesu-Chor Koblenz die Gesangspädagogin Melanie Petcu zu Gast hatte.

Im Mittelpunkt des ganztägigen Workshops im Gemeindezentrum ‚St. Johann‘ stand die Erkundung der gegenseitigen Unterstützung von Stimme und Körper. Mit Übungen im Stehen, Sitzen oder über der Stuhllehne liegend,  vermittelte die Referentin wie die verschiedenen Muskelgruppen im Körper die Stimme beeinflussen. Durch die bewusste Veränderung der Körperhaltung konnten die Teilnehmer selbst nachspüren, wie sich der Stimmklang zum Positiven verändert, wenn man zum Beispiel aus dem Hohlkreuz in eine aufgerichtete Haltung der Wirbelsäule kommt, was automatisch geschieht, wenn man das Bein im rechten Winkel nach oben anhebt. Eine von vielen Übungen an diesem Tag, die bei den Teilnehmern zu großen Aha-Erlebnissen führten.

„Die Wissenschaft vom Zusammenhang zwischen Körper und Stimme ist noch relativ jung, aber geradezu faszinierend im Hinblick auf eine optimale Stimmleistung und gesunde Stimmfunktion“, so die  Erfahrung der Diplom-Gesangssolistin, die im Laufe ihrer eigenen gesanglichen Entwicklung auf die funktionale Stimmbildung nach Eugen Rabine stieß. Dass es zum Beispiel wenig hilfreich ist, seiner Stimme besonderen Ausdruck zu verleihen, indem man sie mit erhöhtem Druck erzeugt, was selbst bei Profis häufiger vorkommt, wurde ebenfalls deutlich. Mit der richtigen Körperhaltung, Atemtechnik und einem mindestens zwei Finger breit geöffneten Mund kommt man diesem Ziel dafür deutlich näher. „Für die Entwicklung eines Chors kann es sehr hilfreich sein, sich auch einmal von außen Impulse zu holen.  Die vielen Anregungen und Kenntnisse, die der Workshop vermittelte, werden in unsere weitere Probearbeit einfließen“, zeigte sich Dekanatskantor und Chorleiter Joachim Aßmann mit der Weiterbildungsmaßnahme für seine Sängerinnen und Sänger mehr als zufrieden.

 

 

Neujahrskonzert 15.01.2012

Ein musikalischer Hochgenuss war das Neujahrskonzert des Kirchenchors ‚Cäcilia‘ Damscheid. Auch optisch bot sich den Besuchern ein imposantes Bild: rund 70 Chorsänger und Musiker füllten den Altarraum aus. Foto: Achim Vogel

 

Damscheider Kirchenchor
gelang mit Haydns "Paukenmesse" eine meisterliche Aufführung

Ein Neujahrskonzert der Extraklasse ist dem Kirchenchor ‚Cäcilia‘ Damscheid gelungen: In einer mitreißenden Aufführung brachte der Chor vor 300 Besuchern Haydns große "Paukenmesse" mit Solisten und Orchester zu Gehör und beeindruckte mit einer geradezu meisterlichen Interpretation. Einen Glanzpunkt vorneweg setzte das von Arvid Single gespielte Violinkonzert Nr. 4 von Mozart.
Ortsbürgermeister Christian Stahl hob in seiner Begrüßung das hohe Niveau des Kirchenchores hervor, das dieser unter der Leitung von Joachim Aßmann bei seinen Auftritten immer wieder unter Beweis stelle. Das diesjährige Neujahrskonzert erfüllte diese Erwartungen aufs Höchste. Bereits das Aufgebot an Musikern mit 16 Streichern und Bläsern, 50 Chorsängern und vier Solisten im Altarraum war imposant. Zur Eröffnung wusste der 22-jährige Arvid Single aus Koblenz mit dem Violinkonzert Nr. 4 von Mozart mit Bravour zu überzeugen. Die Leichtigkeit und Virtuosität, mit der der mehrfache Preisträger Mozarts Komposition umsetzte, öffnete spielerisch die Sinne um sich ganz von diesem Klangerlebnis gefangen nehmen zu lassen.

 

Einfühlsam und stimmgewaltig
Diese tiefe musikalische Inspiration griff der Chor, der von Gast-Sängerinnen und -Sängern des Herz-Jesu-Chors Koblenz unterstützt wurde, nahtlos in seiner "Missa in tempore belli" (so der eigentliche Name der "Paukenmesse") auf. Sehr einfühlsam setzte er sein "Kyrie" an, ließ dieses stimmgewaltig aufblühen, um es dann rhythmisch markant zum Schwingen zu bringen. Die direkt zu Beginn spürbare Präsenz der Sängerinnen und Sänger führte sich im "Gloria" fort. Mit großer Hingabe ließen sie die Lobpreisung des Höchsten im Kirchenraum erschallen, welche klangfarbig durch die Parts der Solisten unterstrichen wurde. Auch beim anschließenden Credo zeigte der Chor, dass er sich auf die verschiedenen Tempi und dramatischen Elemente unter dem Dirigat von Joachim Aßmann behände einzustellen wusste. Fast tänzelnd musizierte der Chor das "Osanna" im Sanctus aus.
In den langen Soloparts im Benedictus stellten Elisabeth Grandjean (Sopran), Claudia Iland (Alt), Henrik Mosel (Tenor) und Christian Palberg (Bass) ihr großes Stimmvolumen unter Beweis. Das "osanna in excelsis" der Solisten wurde in den letzten Takten echoartig vom Chor aufgegriffen und zu Ende geführt. Es beeindruckte immer wieder, wie federleicht sich Solisten, Chor und das Orchester "Camerata Coblenz" musikalisch die Bälle zuspielten.

 

"Agnus Dei" aufrührend musiziert
Mit einem a capella-Einsatz eröffnete der Chor ganz zart und transparent das "Agnus Dei". Diesem Satz schrieb der friedensliebende und tiefgläubige Haydn in seiner Messe, die vor dem Hintergrund der Kriegswirren zwischen Österreich und Frankreich entstanden ist, eine Schlüsselrolle zu. Von den Mitwirkenden wurde die im "Agnus Dei" angelegte Vermischung der Gefühle mit der entsprechenden Dramatik ausmusiziert: Aufrührend ließ der 18-jährigen Felix Noll (Montabaur) im "Dona nobis pacem" seinen Paukenwirbel erklingen, als höre man den Feind in der Ferne kommen. Dem setzte der Chor unter Orchesterbegleitung und Trompetenklängen bis zum Schluss eindringlich und temperamentvoll sein „pacem, pacem“ (Frieden, Frieden) entgegen.

 

Mit stehenden Ovationen quittierten die Konzertbesucher am Ende der Aufführung diese musikalische Hochleistung. Auch Pastor Bernhard Jakobs zeige sich in seinen an den Chor gerichteten Dankesworten beeindruckt. Als Zugabe durfte sich das Publikum mit „Die Himmel erzählen“ über eine weitere Haydn-Komposition aus der „Schöpfung“ freuen. Dass sich diese musikalischen Eindrücke bei allen erst einmal setzen mussten, machten die zahlreichen Besucher deutlich, die sich beim anschließenden Umtrunk im Gemeindezentrum „St. Johann“ einfanden.

 

 

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