Wald

Der artenreiche etwa 300 Hektar große Wald der Gemeinde Damscheid, liegt reizvoll in einem Seitental des Rheins im Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal. Die dominierende Baumart im Wirtschaftswald ist mit über 30% Anteil die Fichte.

Sturmereignisse der vergangenen Jahre, wie Kyrill und Xynthia, haben jedoch ihre Spuren im Gemeindewald hinterlassen und große Waldflächen umgeworfen. Hanglagen entlang des Giersbach zeugen von einer Waldwirtschaft vergangener Tage und so finden sich in diesen Lagen großflächig Eichenniederwälder die eine Vielzahl bedrohter Tier- und Pflanzenarten beherbergen.

Die heutzutage meist energetisch genutzten Niederwälder gewinnen durch steigende Energiepreise und die Nutzung nachwachsender Rohstoffe, an Bedeutung. Viele Damscheider Bürger nutzen bereits heute den Gemeindewald als Energielieferant und heizen mit heimischem Brennholz, das die Gemeinde ihren Bürgern kostengünstig zur Verfügung stellt.

Die tiefe Verbundenheit der Damscheider zu ihrem Wald findet sich nicht nur im Wappen der Gemeinde. Es werden auch viele Arbeiten wie Zaunbau und Pflanzungen im Gemeindewald an gemeinsamen Waldtagen durchgeführt. Auf diese Weise wurden im Frühjahr und im Herbst 2010 über 6000 Pflanzen auf den Windwurfflächen gesetzt und etwa 500 Meter Hordenzaun aufgestellt.

Für erholungssuchende Naturliebhaber bietet der Damscheider Wald viele Wandermöglichkeiten auf wunderschönen und gepflegten Waldwanderwegen. (Wanderverein)

Waldinteressierte Besucher dieses Kleinods haben in Zukunft die Möglichkeit auf dem Waldlehrpfad am Götzen zahlreiche Informationen über den Wald zu bekommen. Neben dem Waldklassenzimmer, das auch zur Rast einlädt, und dem Arboretum mit über 50 verschiedenen Baumarten, kann man mit etwas Glück dem Imker bei der Arbeit zusehen oder den Förster treffen, der viel Wissenswertes über den Wald berichten kann.