Religiös-kirchliches Leben

Praktische Religiosität äußerte sich in alter Zeit besonders durch Prozessionen und Wallfahrten und auch durch fromme Stiftungen.   Bis Ende des 18. Jahrhunderts nahmen die Damscheider an der Fronleichnams-prozession in Oberwesel teil.   Als 1719 Menschen und Vieh nach Regen hungerten, zog das gläubige Volk nach Bornhofen. Dieser Bittgang findet bis heute statt.   1844 zog die Gemeinde zur Verehrung des Heiligen Rockes nach Trier. Sei brachten eine Fahne mit und errichteten ein Kreuz neben der Pfarrkirche, welches noch heute die Jahreszahl "1 8 4 4" trägt und als Friedhofskreuz dient. Möglicherweise wurde dieses Kreuz auch als Erinnerungskreuz an die Heilung des Kindes Magdalena Oppenhäuser aus Damscheid aufgestellt. Magdalena litt an einer Krankheit, die es seiner Kraft beraubte und die ihm große Schmerzen bereitete. Nachdem das Kind mit einer besonderen Erlaubnis des Bischofs den Heiligen Rock anrühren durfte, verschwand der Krankheitsprozeß in den nächsten Wochen und Monaten vollkommen.   Was die Spendung der Sakramente angeht, erfahren wir 1680, daß die Kinder von sieben bis neuen Jahren zur Beichte geführt wurden. Die Firmung fand bis 1670 in Oberwesel statt.   Junge Leute wurden erst nach dem Brautexamen getraut.   Als Gebetbücher waren 1844 der "Palmengarten" und der "Heilige Gesang" eingeführt.   Zu erwähnen sind auch die verschiedenen Heiligenhäuschen, die um den Ort herum und im Flur stehen. Sie zeugen von einer tiefen Religiosität vergangener Generationen.

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