Die Einsiedelei St. Aldegund

Kurz vor 1700, besonders im 18. Jahrhundert sind eine Reihe Eremitagen (Einsiedeleien) bekannt. 1706 waren es acht, 1723 zwölf und bis Ende des 18. Jahrhunderts etwa 19, darunter auch die Einsiedelei bei Damscheid. 1754 starb der Eremit Franz Conrad, 1797 der Eremit Peter Ternes. 1775 liegt ein Bittgesuch des Andreas Gockert aus Ehrenbreitstein vor, der um Aufnahme in die Klause St. Aldegund bat.   Zwei Eremiten sollten eigentlich die Kapelle betreuen, aber 1724 war der Ort unbesetzt. Von 1783 bis 1794 lebte Paulus Ternes und noch ein zweiter Eremit in der Einsiedelei, die 1794 samt der Kapelle zerstört wurde.   Die Glocke von 1719, eine Statue der hl. Aldegundis, Holz, 17. Jahrhundert, sowie ein Meßgewand wurden gerettet und sind in der Pfarrei bis heute erhalten.   Ein Jahrmarkt am Montag nach Jakobus, der sogenannte "Daljeder-Maad" erinnert noch heute an diese Einsiedelei. In den 70-er Jahren unseres Jahrhunderts entstand eine offene Kapelle mit gemauertem Altar, die das alte Gedenkkreuz an die Eremitage überdacht, in der am Sonntag vor dem Jahrmarkt Jahr für Jahr ein großer Waldgottesdienst gefeiert wird. Dann läutet wieder die Glocke von St. Aldegund, die Holzfigur wird aufgestellt und der Priester trägt das alte Meßgewand. So ist die Erinnerung an dieses kleine Kloster bis heute wach geblieben.

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