Der Turm

Der im Westen stehende Turm der Kirche dürfte der älteste Teil der Kirche sein. In der Mitte des 12. Jahrhunderts wurde er zunächst als Wehrturm errichtet, was die Schießscharten belegen. Diesen Turm integrierte man als Westturm in den Kirchenneubau. Seine vierte, offenstehende Front wurde mit einer eingestellten Mauer versehen. Diese wurde allerdings nicht mit dem bestehenden Mauerwerk verzahnt. Um ein Auseinanderbrechen des Turmes zu verhindern, hat man im Laufe der Zeit Stützmauern gebaut. Als 1984 ein elektrisches Glockengeläut eingebaut wurde, konnten auch die Stützmauern ein Auseinandertriften des Turmes nicht mehr verhindern. Um den alten Turm zu erhalten, mußten umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt werden (vgl. 3.1.). So ist gewährleistet, daß der Glockenturm in Zukunft der Wucht der Glockenmotoren standhalten kann.   Der Turm ist ca. 13,82 m hoch und hat im ersten Geschoß eine Mauerstärke von 1,10 m, 0,92 m im 2. Geschoß und 0,82 m im 3. und 4. Geschoß. "Abgeschlossen wird das viergeschossige Bauglied durch ein hohes, geknicktes Pyramidendach. Ecklisenen betonen die Kanten; die Geschosse sind durch profilierte Gesimse und vorkragende Rundbogenfriese voneinander abgesetzt. Neben den schlitzartigen Schießscharten besitzt der Turm im Glockengeschoß Bioforienfenster mit konkav geformten Sattelsteinen und Zwischensäulen ohne Kapitell auf wulstiger Basis." Teile des alten Langhauses stammen aus der Erbauerzeit des Turmes.

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