Dorferneuerung

Damscheid erhielt vom Innenministerium des Landes Rheinland-Pfalz die Anerkennung als Investitions- und Maßnahmenschwerpunkt im Rahmen der Dorferneuerung.

 

Am 27. März 2003 erhielten die Vertreter der anerkannten Gemeinden im Rahmen einer Pressekonferenz in Mainz die Anerkennungsurkunden von Innenminister Zuber ausgehändigt. Insgesamt erhielten landesweit zwölf Gemeinden in diesem Jahr die Anerkennung.

 

Für unsere Gemeinde bestand nun die Gelegenheit, in einem Zeitraum von 6 Jahren nicht nur punktuell Einzelprojekte, sondern umfassende, ganzheitlich angelegte Konzepte im Rahmen einer aktiven Bürgerbeteiligung zu realisieren.

 

Eine Delegation aus unserem Ort, bestehend aus Vertretern des Gemeinderates, der Jugend, der Senioren-Aktiv-Gruppe, des Planers und eines Vertreters der Verbandsgemeinde, besuchte am 25. April den Ort Duchroth. Duchroth, an der mittleren Nahe gelegen, war von 1993 an Schwerpunktgemeinde. Der Bürgermeister des 600 Einwohner zählenden Dorfes führte die Damscheider in einer zweistündigen Exkursion durch seine Gemeinde und konnte dabei eine Vielzahl erfolgreich durchgeführter Projekte vorstellen.

 

Zu Beginn der Auftaktveranstaltung am 29. April wurden die zahlreich erschienenen Dorfbewohner über die Chancen und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten der Dorferneuerung informiert.

 

Im Rahmen der von Vertretern des Planungsbüros geleiteten Moderation wurden die Bürgerinnen und Bürger aufgefordert positive Merkmale aufzuzeigen und auch Defizite zu benennen.

 

Mit dem ersten Treffen der Arbeitskreise am 22. Mai 2003 begann mit einer Bestandsaufnahme die Planungsphase in der "Zukunftswerkstatt".

 

Die Arbeitskreise und ihre Themen:

1. Kultur, Vereine, Gemeinschaftseinrichtungen und Versorgung
2. Ortsbild, Verkehr, Kulturlandschaft und Weinbau
3. Kinder und Jugend

 

Am 23. September wurde vom Planungsbüro im Rahmen einer Einwohnerversammlung allen interessierten Bürgern der Entwurf des Dorferneuerungs- konzeptes vorgestellt. Hierbei bestand noch einmal die Gelegenheit für alle Bewohner Anregungen, Bedenken und Wünsche vorzubringen, bevor das endgültige Konzept dem Ortsgemeinderat vorgelegt wird.

 

 

Leitlinien der Dorfentwicklung:

- Verbesserung der Lebenssituation für Kinder und Jugendliche,

- Schaffung von Identifikationsräumen vor allem in derOrtsmitte,

  wirtschaftliche Stabilisierung und Weiterentwicklung,

- Stärkung der Dorfgemeinschaft,

- Sicherung und Weiterentwicklung der Versorgung,

- Aufwertung der Dorfökologie,

- Stärkung der Wohnfunktion,

- Verbesserung der Wohnqualität,

- Erhalt und zeitgemäße Nutzung der ortsbildprägenden Bausubstanz.